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Einzelsicht
Fußball-WM 2014 und Olympiade 2016 in Brasilien
Im Oktober 2007 jubelte ganz Brasilien: Die FIFA entschied, dass das südamerikanische Land zum zweiten Mal nach 1950 eine Fußball-Weltmeisterschaft austragen darf. Abermals im Oktober durfte Brasilien zwei Jahre später jubeln, weil Rio de Janeiro als Austragungsort der Olympischen Spiele 2016 auserkoren wurde. Die Entscheidung für Rio de Janeiro als Olympia-Gastgeber hat die Euphorie der Südamerikaner angefacht und gibt dem begonnenen Infrastrukturausbau zusätzlichen Schwung. Anlässlich des Fußballspektakels 2014 pumpen Staat und Privatwirtschaft bereits Investitionen von schätzungsweise 40 Mrd. US$ in die Infrastruktur Brasiliens. Für die Olympischen Spiele könnten noch einmal Gesamtkosten von bis zu 13 Mrd. US$ hinzukommen. Die beiden sportlichen Großereignisse eröffnen wirtschaftliche Chancen und die Möglichkeit zu einem riesigen Imagegewinn, der die positive Entwicklung des Schwellenlands rasant beschleunigen könnte. Die Organisation setzt die Planer aber auch unter Druck und ist ohne ausländisches Knowhow kaum zu bewältigen. Rio benötigt etwa 10.000 bis 12.000 Hotelzimmer über die neuen Hotelkapazitäten hinaus, die für die Fußball-WM geschaffen werden. Ein weiterer Fokus ist die Verkehrsinfrastruktur und angesichts der hohen Kriminalitätsrate die Sicherheitsinfrastruktur. Chancen bestehen unter anderem bei Dienstleistungen, nachhaltigem Bauen und als Zulieferer für die überwiegend einheimischen Baukonzerne.