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Top-Exportmärkte 2010
Die gestiegenen Wachstumsprognosen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt stützen sich wieder auf den Export. Besonders gute Chancen im Ausfuhrgeschäft bieten sich deutschen Unternehmen derzeit in den so genannten BRIC-Staaten sowie in der Türkei und Saudi-Arabien. Die Bedeutung der Schwellenländer für die Weltwirtschaft wächst. Das geht aus einer weltweiten Analyse hervor, die Germany Trade & Invest Anfang 2010 durchgeführt hat. Details dieser Untersuchung finden Sie in unserer Publikation Top-Exportmärkte 2010.
Die Top-Exportmärkte 2010
Land
BIP-Wachstum 2010 1)
Deutsche Exporte 2)
VR China
9,0
33.049
Indien
6,4
7.075
Brasilien
5,2
6.472
Russland
3,0
18.702
Saudi-Arabien
3,2
4.353
Türkei
3,5
10.457
1) Prognose, in % 2) Januar bis November 2009, in Mio. Euro Quellen: Destatis, Germany Trade & Invest Für deutsche Exporteure stellte die VR China 2009 einen der wenigen Lichtblicke dar. Mit Ausfuhren von etwa 35 Mrd. Euro ist das Reich der Mitte in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Exportmärkte weiter vorgerückt. Bei den Modernisierungsanstrengungen der chinesischen Industrie bleibt High-Tech "Made in Germany" weiterhin gefragt. Auch die deutschen Exporte nach Indien haben sich in der Krise als recht robust erwiesen. Die Umsetzung zahlreicher Industrievorhaben auf dem Subkontinent sollte sich positiv in den Auftragsbüchern deutscher Maschinenbauer niederschlagen. Zunehmend interessant für Importprodukte wird auch die kaufkräftige Mittelschicht. In Brasilien soll das BIP 2010 real um über 5% wachsen. Starke Impulse kommen aus der Öl- und Gasindustrie und dem Infrastrukturausbau. Die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 sorgen dafür, dass Projekte auch realisiert werden. Quer durch alle Wirtschaftszweige bieten sich deutschen Unternehmen, die den Schritt nach Brasilien bislang nicht gewagt haben, Chancen zum Markteinstieg. Russland wird deutschen Exporteuren in den kommenden Jahren wieder gute Geschäftschancen bieten - auch wenn das Land noch immer mit den Folgen der Krise ringt. Die Importe dürften auf Grund der höheren Exporterlöse für Erdöl, Erdgas und Metalle wieder Fahrt aufnehmen. Gefragt ist deutsche Technik vor allem bei Anlagen für die Petrochemie, Energieanlagen, Energiespartechnik, Umwelttechnik sowie Telekom-Ausrüstungen. In Saudi-Arabien ist 2010 wieder mit einem BIP-Wachstum von gut 3% zu rechnen. Mit ihren Petro-Dollars kann die Regierung zahlreiche Industrieprojekte finanzieren, um die hohe Abhängigkeit vom Öl-Sektor zu reduzieren. Fast die Hälfte der geplanten Rekordausgaben von 145 Mrd. US$ sind für öffentliche Investitionen vorgesehen. Für deutsche Unternehmen bieten die gigantischen Vorhaben lukrative Geschäftschancen. Auch in der Türkei keimt wieder Hoffnung. Private Investitionen sollen 2010 stark steigen, die Importe wieder um 15% zulegen. Als mit weitem Abstand wichtigster Lieferant von Maschinen wird Deutschland davon profitieren.
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