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| Titel: | Israel weitet Photovoltaikprogramm entscheidend aus |
| Datum: | 04.03.2009 |
| Land: | Israel |
| Produktkategorie: | Artikel |
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Jerusalem (gtai) - Israel nimmt den Bau mittelgroßer Photovoltaikanlagen (PV) mit einer Leistungskapazität von bis zu 5 MW in Angriff. Bis 2013 soll im Rahmen des Programms eine PV-Leistungskapazität von 300 MW installiert werden Ein Programm für größere Anlagen befindet sich in Vorbereitung. Nach Auffassung israelischer Experten könnte die installierte PV-Kapazität längerfristig rund 1.500 MW erreichen. (Kontaktanschriften)
Nach langer Vernachlässigung packt Israel die Nutzung photovoltaischer Energie kraftvoll an. Nachdem im Jahre 2008 ein Programm zur Installierung von Kleinanlagen für Selbstversorger angelaufen ist, bringt die Regierung nun auch ein Programm zum Bau gewerblicher PV-Kraftwerke mit einer höheren Leistungskapazität auf den Weg.
Im Februar 2009 veröffentlichte die Stromaufsichtsbehörde erste Bestimmungen zum Bau und zur tarifären Vergütung photovoltaischer Anlagen von 51 KW bis 5 MW. Nach einer kurzen Anhörungsfrist, in der Änderungsvorschläge unterbreitet werden können, treten die Bestimmungen in Kraft. Danach können Investoren einschlägige Projekte in Angriff nehmen.
Bewerber, die eine Bau- und Stromerzeugungslizenz beantragen wollen, müssen eine adäquate wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit nachweisen. Die Tarifgestaltung folgt einem degressiven Modell. Die im ersten Stadium zu bauenden Kraftwerke können den von ihnen erzeugten Strom für einen staatlich festgelegten Preis von 1,58 Neue Schekel (NIS) pro KWh ins landesweite Elektrizitätsnetz einspeisen (rund 39 US-Cent). Ab 2011 wird der Tarif jährlich um 5% gesenkt. Gleichzeitig wird die Kalkulationsbasis zu 70% an drei Faktoren gekoppelt sein: der Entwicklung der Lebenshaltungskosten, des Wechselkurs des NIS gegenüber dem Euro sowie gegenüber dem US-Dollar.
Die obigen Bestimmungen gelten nur für PV-Kraftwerke, die ihre gesamte Stromleistung verkaufen. Etwaige Selbstversorger dürfen zwar auch Stromüberschüsse grundsätzlich vermarkten, doch wurden für Selbstversorger mit PV-Anlagen von mehr als 50 KW bisher keine tariflichen Bestimmungen getroffen.
Bis zum Jahre 2013 soll im Rahmen des Programms für mittelgroße PV-Kraftwerke eine Gesamtkapazität von 300 MW installiert werden. Die jährliche Kapazität wird bei ausreichendem Investoreninteresse von Jahr zu Jahr erhöht.
| Jahr | Neukapazität in MW | Installierte Gesamt- Kapazität in MW |
| 2009 u. 2010 (zusammen) | 50 | 50 |
| 2011 | 65 | 115 |
| 2012 | 85 | 200 |
| 2013 | 100 | 300 |
Quelle: Israelische Stromaufsichtsbehörde
Die zur Realisierung der ehrgeizigen Vorgabe erforderlichen Investitionen werden auf rund 1,7 Mrd. US$ geschätzt. Mit der avisierten Gesamtkapazität von 300 MW weist das Programm einen auch im internationalen Vergleich beachtlichen Umfang auf.
Ausländischen Unternehmen bietet das Vorhaben sowohl Lieferchancen bei Anlagen und Ausrüstungen als auch Möglichkeiten zu Lizenzbewerbungen beziehungsweise zur Teilnahme an Bewerberkonsortien.
Indessen ist der Plan zum Bau mittelgroßer PV-Anlagen nur Teil weitreichender Ausbaupläne. Die Stromaufsichtsbehörde arbeitet bereits an Tarifbestimmungen für photovoltaische Großanlagen. Als solche werden PV-Kraftwerke mit einer Leistungskapazität von mehr als 5 MW definiert.
Bereits im Vorfeld der Regelung legten gewerbliche Investoren und staatliche Stellen einschlägige Projektpläne vor. Im Jahr 2008 schrieb das Infrastrukturministerium eine PV-Anlage in südisraelischen Ashalim mit einer Leistungskapazität von 15 MW aus. Die israelische Firma Arava Power wiederum bereitet den Bau einer PV-Anlage mit einer Leistungsfähigkeit von 80 MW vor. Hierbei würde es sich um das bisher größte PV-Feld in der Welt handeln. Das Projekt soll nördlich der Rotmeerstadt Eilat entstehen und sich auf 1,5 qkm erstrecken. Die Projektkosten werden auf 400 Mio. US$ geschätzt.
Die israelischen Bestrebungen zur intensiveren Nutzung photovoltaischer Energie konzentrieren sich auf den einstrahlungsintensiven Landessüden. Dort ist die Regierung nicht nur an PV-Anlagen interessiert, sondern möchte auch neue Forschungs- und Entwicklungskapazitäten für Sonnenenergie schaffen.
Das Infrastrukturressort schnürt dazu ein Anreizpaket für Unternehmen zur Nutzung der Sonnenenergie. Israel bietet sich daher nicht nur als Kunde für photovoltaische Anlagen, sondern auch als international bedeutender Partner für die Entwicklung neuer PV-Technologien an. Nach Einschätzung israelischer Fachkreise könnte die Stromerzeugungskapazität durch Sonnenenergie innerhalb von anderthalb Jahrzehnten, von gegenwärtig nur knapp über Null, auf 1.500 MW ansteigen.
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Tel.: 00972/8 630 63 44, Fax: -635 66 34
E-Mail: yosef@aravapower.com Internet: www.aravapower.com
(S.T.)

