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Pressemitteilung
18.10.2017

Wirtschaftslage top, Regierungswechsel wahrscheinlich

Tschechien vor der Parlamentswahl am 20. und 21. Oktober

Berlin, Bonn, Prag (GTAI) - Die Bewegung "Aktion unzufriedener Bürger" (ANO) wird voraussichtlich als eindeutige Siegerin aus den nächsten Parlamentswahlen in Tschechien hervorgehen. Prognosen zufolge liegt die ANO als einzige Partei bei deutlich über 20 Prozent. Damit spricht vieles dafür, dass Spitzenkandidat und Milliardär Andrej Babis, dem unter anderem Steuer- und Subventionsbetrug vorgeworfen werden und gegen den die Polizei ermittelt, neuer Ministerpräsident des Landes wird. Tschechiens Wirtschaft geht es gut, mit einem prognostizierten Wachstum von 3,1 Prozent in 2017 gehört das Land zu den dynamischsten Volkswirtschaften Europas. Die Arbeitslosenquote liegt in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich bei gerade einmal 2,9 Prozent.

"Das ist natürlich grundsätzlich ausgesprochen positiv. Gleichzeitig bedeutet diese niedrige Quote, dass Fachkräfte rar sind, die Personalausgaben steigen und die Lohnkostenvorteile sinken. Tschechien muss die Wertschöpfung in der Industrieproduktion deshalb deutlich ausbauen", erklärt Gerit Schulze von Germany Trade & Invest in Prag.

Wie Deutschland ist auch Tschechien ein "Autoland". Die wichtigste Industriebranche steht vor entscheidenden Veränderungen, die Entwicklung hin zur Elektromobilität und dem autonomen Fahren ist nicht weit fortgeschritten. 2016 entfielen gerade einmal 0,08 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf Elektroautos. In Deutschland waren es 0,6 Prozent, im ersten Halbjahr 2017 schon 1,3 Prozent.

Es ist anzunehmen, dass die neue Regierung das Thema "Smart Mobility" weiter vorantreiben wird, genauso wie die Modernisierung und Digitalisierung der Industrieproduktion. Wegen der starken Verflechtung mit der deutschen Wirtschaft ist das Konzept "Industrie 4.0" hier ein Vorbild.

"Daran wird sich auch nach den Wahlen nichts ändern. Die Gesamtlage ist für deutsche Unternehmen weiterhin gut, die ja hierzulande ohnehin sehr aktiv sind", so Gerit Schulze weiter. "Das Know-how aus Deutschland, die Maschinen und der Wissenstransfer sind gefragter denn je. Davon profitieren Deutschland und Tschechien gleichermaßen."

Weitere Informationen zur Tschechischen Republik finden Sie unter: www.gtai.de/tschechische-republik

Esad Fazlic Esad Fazlić | © GTAI

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