Historie

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Historie

Bereits im deutschen Kaiserreich wurden mit dem Reichskanzleramt und dem "Deutschen Handels-Archiv" die Weichen gestellt, die deutsche Wirtschaft mit wichtigen Informationen über das Ausland zu versorgen. In der Bundesrepublik Deutschland reichen die Anfänge der institutionellen Exportförderung zurück in das Jahr 1951. Vierzig Jahre später wurden das Standortmarketing und die Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen auf Bundesebene institutionalisiert. Seit 2009 bündelt Germany Trade & Invest diese Außenwirtschaftskompetenzen unter einem Dach.

1951

Errichtung der Bundesauskunftsstelle für den Außenhandel (BfA) als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft: Hauptaufgabe der Behörde war es, deutschen Unternehmen mit Informationen über Auslandsmärkte den Einstieg zu erleichtern und dadurch den Außenhandel zu fördern. Zu diesem Zweck entsandte Deutschland ab 1952 erste Berichterstatter ins Ausland, die journalistisch frei und objektiv arbeiten konnten und gleichzeitig die Regeln und Grundsätze des zwischenstaatlichen Verkehrs beherrschten und beachteten.

1953

Umbenennung der Bundesauskunftsstelle für den Außenhandel in Bundesstelle für Außenhandelsinformation

1960

Gründung der Gesellschaft für Außenhandelsinformationen mbH (GfAI) als Tochtergesellschaft der Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BfA): Alle für die BfA berichtenden Auslandskorrespondenten waren fortan in dieser Gesellschaft angestellt.

1971

Das "Drei-Säulen-Konzept" der Deutschen Außenwirtschaft legte die Aufgabenverteilung zwischen den so genannten drei Säulen fest: diplomatische Vertretungen, Auslandshandelskammern (AHKs) und Bundesstelle für Außenhandelsinformationen. Durch die enge Kooperation dieser drei Institutionen erhalten deutsche exportorientierte Unternehmen weltweit bis heute eine breite Unterstützung ihrer Aktivitäten.

1980

Die Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BfA) wurde fortan BfAI abgekürzt, um Verwechslungen mit der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte zu entgehen.

1991

Schaffung des Zentrums für die Betreuung von Auslandsinvestoren (ZfA) als Anlaufstelle im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi):

Aufgabe war die Information und Beratung ausländischer Unternehmen über wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen sowie über mögliche Fördermaßnahmen von Bund und Ländern. Die zunächst auf Ostdeutschland zugeschnittenen Aufgaben des Zentrums für die Betreuung von Auslandsinvestoren (ZfA) wurden im Jahre 1995 auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet.

1997

Gründung des New German Länder Industrial Investment Council (IIC) durch den Bund und die Neuen Bundesländer mit dem Ziel ausländische Investoren für Ostdeutschland zu gewinnen und damit Arbeitsplätze in Industrie und Dienstleistung zu schaffen.

1998

Berufung eines Beauftragten für Auslandsinvestitionen in Deutschland durch die Bundesregierung: Der Beauftragte nahm mit seinem Büro (Gesellschaft zur Unterstützung des Beauftragten für Auslandsinvestitionen mbH) die operativen Aufgaben des allgemeinen Marketings für den Wirtschaftsstandort Deutschland wahr.

2000

Übertragung der Aufgaben des Zentrums für die Betreuung von Auslandsinvestoren (ZfA) an die Gesellschaft des Beauftragten für Auslandsinvestitionen in Deutschland: Damit übernahm das Büro neben dem Standortmarketing die Aufgabe der länderübergreifenden Anlaufstelle für Auslandsinvestoren, die sich noch nicht auf eine bestimmte Region in Deutschland festgelegt haben.

2001

Umbenennung der Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfAI) in Bundesagentur für Außenwirtschaft (BfAI). Die ursprüngliche Aufgabe der Bundesstelle blieb erhalten.

Errichtung von "iXPOS - das Außenwirtschaftsportal" als zentrale Plattform mit dem Ziel, Transparenz in die Vielzahl der Institutionen und Förderprogramme im Bereich der Außenwirtschaft zu bringen

2003

Nach dem regulären Auslaufen der Vereinbarungen mit dem Beauftragten für Auslandsinvestitionen in Deutschland wurden drei neue Beauftragte für die Dauer von drei Jahren berufen und die Gesellschaft unter dem neuem Namen Invest in Germany GmbH weitergeführt. Invest in Germany war die offizielle Standortmarketing-Agentur für Auslandsinvestitionen in Deutschland. Zusätzlich wurden Informationen und Unterstützung hinsichtlich rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für Investoren aus dem Ausland bereitgestellt.

2007

Verschmelzung von The New German Länder Industrial Investment Council (IIC) und Invest in Germany GmbH (alt) zu Invest in Germany GmbH (neu): Ziel der neuen Gesellschaft war es, das Image des Standorts Deutschland im Ausland zu verbessern und damit das Interesse ausländischer Investoren an Arbeitsplatz schaffenden bzw. sichernden Investitionen in Deutschland zu wecken bzw. zu verstärken, einschließlich der Anwerbung von Investoren für Deutschland (Standortmarketing). Einen Schwerpunkt bildete dabei das Standortmarketing einschließlich der Investorenanwerbung für die neuen Bundesländer einschließlich Berlins.

2008

Abschluss einer Rahmenvereinbarung von Invest in Germany mit dem DIHK und dem AHK-Netz zur Zusammenarbeit beim Standortmarketing und der Investorenanwerbung.

2009

Gründung der Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH durch Zusammenführung von Invest in Germany, der Bundesagentur für Außenwirtschaft (BfAI) und der Gesellschaft für Außenhandelsinformationen (GfAI): Gesellschaftszweck ist das Marketing für den Wirtschafts-, Investitions- und Technologiestandort Deutschland einschließlich der Investorenanwerbung (Standortmarketing) sowie die Unterstützung ausländischer Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen, und außenwirtschaftlich orientierter deutscher Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte. Ein Schwerpunkt der gesamten Gesellschaft bildet dabei die besondere Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in den neuen Bundesländern einschließlich Berlins.

2011

Abschluss einer neuen Rahmenvereinbarung zwischen Germany Trade & Invest, dem DIHK und dem AHK-Netz zur noch engeren Verzahnung der jeweiligen Kernkompetenzen im In- und Ausland.