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12.02.2018

Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie für Metrolinie in Kiew geplant

Verhandlungen mit China über Infrastrukturinvestitionen / Von Fabian Nemitz

Kiew (GTAI) - In der ukrainischen Hauptstadt ist der Bau einer vierten U-Bahn-Linie geplant. Bis Ende Februar 2018 will die Stadtverwaltung eine Ausschreibung zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie veröffentlichen. Für den Bau der Linie gibt es bereits eine Kooperationsvereinbarung mit chinesischen Unternehmen. China wird für die Ukraine zu einem immer wichtigeren Wirtschaftspartner. Es laufen Verhandlungen über Investitionen und Kredite in die Infrastruktur in einem Umfang von 7 Milliarden US-Dollar.

Die Kiewer Stadtverwaltung (http://www.kyivcity.gov.ua) treibt die Planungen für den Neubau der vierten U-Bahn-Linie in Kiew voran. Nach Aussage von Dmytro Davtyan, seit September 2017 einer von insgesamt sechs stellvertretenden Leitern der Stadtverwaltung, soll bis Ende Februar 2018 eine internationale Ausschreibung zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Bau der Metrolinie veröffentlicht werden. Aktuell arbeiten die Behörden an der Vorbereitung des Tenders. Davtyan zufolge haben "viele Firmen aus verschiedenen Ländern" ihr Interesse an dem Projekt bekundet.

Im November 2017 hat Kiews Oberbürgermeister Vitali Klitschko eine Kooperationsvereinbarung mit einem Konsortium der Firmen China Pacific Construction Group und China Railway International Group zum Bau der 18 Kilometer langen Strecke vom innerstädtischen Flughafen Kiew-Zhulyany zum Stadtteil Troyeschyna unterzeichnet. Die Kosten für den Bau werden auf 2 Milliarden US-Dollar (US$) geschätzt. Hiervon sollen 85 Prozent mit Krediten chinesischer Banken finanziert werden. Die geplante Bauzeit beträgt fünf Jahre.

Mehr Informationen zu U-Bahn-Projekten in der Ukraine finden Sie in dem Artikel "Ausbau von U-Bahn-Strecken in der Ukraine startet": http://www.gtai.de/MKT201802058006

Verhandlungen mit Peking über Milliardenkredite für Infrastruktur

Die VR China wird für die finanzschwache Ukraine ein immer wichtigerer Partner bei der Finanzierung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten. Nach Aussage von Infrastrukturminister Volodymyr Omelyan laufen Verhandlungen mit der Regierung in Peking über Investitionen und die Bereitstellung von Krediten in Höhe von 7 Milliarden US$. Das Ministerium habe eine Liste mit Infrastrukturprojekten erstellt und stimme diese mit der chinesischen Seite ab. Im Sommer 2018 plane Omelyan eine Reise nach China.

Laut einer vom Infrastrukturministerium erstellten Nationalen Transportstrategie beläuft sich der Investitionsbedarf in die Transportinfrastruktur in der Ukraine bis 2030 auf 50 Milliarden Euro. Aktuell laufen hierzu noch Abstimmungen mit den lokalen Verwaltungen.

Große, in jüngster Zeit mit chinesischen Partnern angekündigte Projekte umfassen die Bereitstellung eines Kredits über 500 Millionen US$ für den sozialen Wohnungsbau seitens China National Complete Engineering Corporation, den geplanten Bau eines Windparks (500 Megawatt) im Gebiet Mykolajiw durch TBEA sowie die vorgesehene Aufnahme eines Kredits bei der Eximbank of China zum Straßenausbau zwischen den Schwarzmeerhäfen Odessa, Tschornomorsk, Jushne, Mykolajiw und Cherson.

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll und Ausschreibungen in der Ukraine sind unter http://www.gtai.de/ukraine abrufbar.

(N.M.)

Dieser Artikel ist relevant für:

Ukraine Eisenbahnbau, Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern, Regionen, Urbanisierung, Stadtentwicklung

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Verena Saurenbach

‎+49 228 24 993 283

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