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13.09.2017

Wirtschafts- und Unternehmerkonferenz in Ostafrika

Plattform für Investoren und Joint Ventures

Bonn (GTAI) - Bereits zum zweiten Mal laden die Staaten der Ostafrikanischen Gemeinschaft EAC (East African Community) nationale und internationale Unternehmer und Investoren in die Region ein. Das diesjährige Motto der East Africa Business & Entrepreneurship Conference & Exhibition lautet "Beschleunigung von Industrialisierung, Innovation und Investition in der EAC". Die Konferenz findet vom 14. bis 16. November 2017 in Dar es Salaam, Tansania, statt.

Der Nachholbedarf in den ostafrikanischen Ländern ist gewaltig und Regierungen entwickeln ambitionierte Infrastrukturprojekte, um ihre Volkswirtschaften zukunftsfähig zu machen. Zu dieser positiven Entwicklung passen die Zahlen des World Investment Reports: 2016 flossen 7,1 Milliarden US-Dollar an Direktinvestitionen in die Region (+13 Prozent gegenüber 2015). Hier bekam Äthiopien mit 3,2 Milliarden US$ (+46 Prozent) das größte Stück vom Kuchen. Denn das Land fährt nach Jahrzehnten sozialistischer Misswirtschaft einen industriefreundlichen Kurs und hat erste Bereiche, wie den Textilsektor, für ausländische Investoren geöffnet. Aber auch die Öl- und Gasindustrie in Tansania und Uganda sowie die Nahrungsmittelverarbeitung entwickeln sich positiv (weiterführende Artikel: Infrastruktur ist das große Thema in Ostafrika; In der Industrie Ostafrikas gibt es noch viel zu tun).

Die dreitägige East Africa Business & Entrepreneurship Conference & Exhibition soll sowohl Kontakte in der Privatwirtschaft (B2B) ermöglichen, als auch Unternehmer und den öffentlichen Sektor (B2G) zusammenbringen. In diesem Jahr findet die Konferenz vom 14. bis 16. November 2017 in Dar es Salaam statt. Unter anderem legen die Veranstalter ihr Augenmerk auf die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie, Gesundheit, e-Commerce und Agribusiness. Gerade das Agribusiness verfügt in den Ländern Ostafrikas über große Entwicklungschancen (weiterführender Artikel: Viel Potenzial in ostafrikanischem Agribusiness).

Zu den Ländern der EAC zählen Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan (seit 2016), Tansania und Uganda. Die deutschen Ein- und Ausfuhren waren in den vergangenen Jahren stabil.

Bilateraler Handel mit den Ländern der EAC (in 1.000 Euro)
Ausfuhr 2014 Einfuhr 2014 Ausfuhr 2015 Einfuhr 2015 Ausfuhr 2016 Einfuhr 2016
Burundi 14.600 4.716 7.268 13.340 12.378 12.013
Kenia 315.799 144.206 365.980 163.307 335.954 168.082
Ruanda 28.608 22.376 36.259 22.949 40.065 13.175
Südsudan 4.748 31 9.271 84 5.088 261
Tansania 171.226 162.771 119.593 167.317 139.649 168.637
Uganda 95.423 93.392 80.817 98.398 96.933 89.851
Insgesamt 630.404 427.492 619.188 465.395 630.067 452.019

Quelle: Destatis

Die Veranstaltung wird vonseiten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt. Weiterführende Informationen erteilt Frau Angelika Farhan-Reimpell vom East African Business Council (E-Mail: afarhan@eabc-online.com, Internet: http://www.eabc.info).

(K.W.)

Dieser Artikel ist relevant für:

Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania, Uganda Handel, allgemein, Messen und Ausstellungen, Investitionen im Ausland / Joint Ventures

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