Recht Aktuell

11.10.2017

Tschechische Republik - Publizitätspflicht für den Jahresabschluss

Von Marcelina Nowak

(GTAI) Das tschechische Buchführungsgesetz hat in den letzten Jahren viele gesetzliche Änderungen erfahren. Die neueste Änderung war die Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Angabe nichtfinanzieller Informationen ins nationale Recht. Die Umsetzung erfolgte mit Wirkung vom 1. Januar 2017. Durch die Richtlinie soll gewährleistet werden, dass Unternehmen in allen Mitgliedstatten ein gleich hohes Niveau der Informationen im sozialen und im Umweltschutzbereich zur Verfügung stellen.

Das Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende zu und diejenigen Unternehmen, die den Jahresabschluss für 2016 noch nicht offengelegt haben, müssen es bis spätestens 31. Dezember 2017 machen. Gemäß § 21 a Abs. 1 des Buchführungsgesetzes Nr. 563/1991 GBl. müssen Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften ihren Jahresabschluss offenlegen. Alle Gesellschaften sind von dieser Pflicht betroffen. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monaten ab dem Bilanztag (§ 21 a Abs. 2 des Buchführungsgesetzes Nr. 563/1991 GBl.).