EU Customs & Trade News

13.11.2017

EU/Japan - Sondervorschriften für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima

Aktualisierung der Maßnahmen nach Überprüfung

Bonn (GTAI) – Nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima wurden Maßnahmen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, erlassen. Diese wurden nun anhand von eigenen sowie Erkenntnissen der japanischen Behörden über die radioaktive Belastung von Lebens- und Futtermitteln überprüft und neugefasst. Die Verordnung tritt am 1. Dezember 2017 in Kraft.

Die Bestimmungen der Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 werden so gegliedert, dass Präfekturen, in denen keine Probennahme und Analyse  vor der Ausfuhr in die Europäische Union durchgeführt werden müssen, zusammengefasst werden. Bei den Lebensmitteln, für die keine Probennahme mehr erforderlich ist, handelt sich unter anderem um Reis aus der Präfektur Fukushima, Lebens- und Futtermittel mit Ursprung in Akita, bestimmte Pilze, Fisch und Fischereierzeugnisse sowie Wildpflanzen aus den Präfekturen Gunma, Ibaraki, Tochigi, Iwate und Chiba. Die Anforderungen hinsichtlich der Ausfuhr von Pilzen mit Ursprung in Shizuoka, Yamanashi und Niigata werden hingegen aufrechterhalten.

Die vom Unionsrecht vorgeschriebenen besonderen Bedingungen werden von den japanischen Behörden ordnungsgemäß angewendet, sodass die geringe Kontrollhäufigkeit beibehalten werden kann.

Eine erneute Überprüfung der Vorschriften dieser Verordnung erfolgt bis zum 30. Juni 2019.

Quelle:
Durchführungsverordnung (EU) 2017/2058 der Kommission vom 10. November 2017 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 mit besonderen Bedingungen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima; ABl. L 294 vom 13. November 2017, S. 29.

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Stefanie Eich

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