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10.10.2018

Eurasische Wirtschaftsunion ändert Normen für Kinderbekleidung

Es gelten neue Produktstandards / Von Dominik Vorhölter

Bonn (GTAI) - Ab dem 1. Oktober 2018 gelten Änderungen des technischen Reglements "Über die Sicherheit von Produkten für Kinder und Jugendliche". Sie betreffen Anbieter von Bekleidung und Schuhen.

Eine Änderung des technischen Reglements "Über die Sicherheit von Produkten für Kinder und Jugendliche" vereinfacht die Bezeichnung für Typenmuster. Diese legen die Qualitätsstandards für Produkte fest. Hersteller können pro Produkt nun ein Typenmuster verwenden. Zuvor hatte das technische Reglement pro Altersgruppe ein separates Muster vorgesehen. Für Bekleidung für Kinder als auch für Jugendliche dürfen Produzenten nun das gleiche Typenmuster verwenden.

Standards für atmungsaktive Bekleidung angepasst

Darüber hinaus legt eine weitere Umformulierung des technischen Reglements zwei neue Kategorien für Oberbekleidung fest, die sich nach der Größe des Innenfutters richten. Diese Unterteilung verschärft die Normen für atmungsaktive Materialien bei Bekleidung für Kinder und Jugendliche. Das technische Reglement schreibt eine Luftdurchlässigkeit für Textilien der sogenannten zweiten Schicht von 100 Kubikzentimeter pro Quadratmeter vor. Für Textilien der sogenannten dritten Schicht gilt eine Luftdurchlässigkeit von 70 Kubikzentimeter pro Quadratmeter. Bekleidung gehört zur zweiten Schicht, wenn der Anteil des Innenfutters weniger als 40 Prozent ihrer Fläche beträgt. Das betrifft zum Beispiel Schuluniformen. Alle Kleidungsstücke mit einer größeren Fläche Innenfutter gehören zur dritten Schicht.

Außerdem erlaubt die Novelle des technischen Reglements, Kunstleder in Produkten für Kinder und Jugendliche zu verarbeiten. Einzig das Verbot, Kunstleder als Innenfütterung in Kinderschuhen zu verwenden, bleibt erhalten. Konformitätsbescheinigungen, die vor dem 25. September 2018 ausgestellt wurden, bleiben bis zum bescheinigten Datum gültig.

Weitere Informationen zur Eurasischen Wirtschaftsunion finden Sie auf http://www.eawu.ahk.de.

Dieser Artikel ist relevant für:

Russland, Weißrussland, Belarus, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan Einfuhrverbote, -beschränkungen, NTHs, allgemein

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