Zoll

Basiswissen Einfuhr in Japan

Autor: Klaus Möbius (Oktober 2017)

Bei der Einfuhr von Waren in nach Japan sind eine Vielzahl von Vorschriften und Regelungen zu beachten. Diese sind nachstehend kurz zusammengefasst.

Einfuhrzölle und weitere Abgaben

Die Verhandlungen der EU mit Japan über den Abschluss eines Freihandelsabkommens sind formell beendet. Die Unterzeichnung steht noch aus und die EU-Kommission rechnet mit einem Inkrafttreten Anfang 2019. Japan unterhält bereits Freihandelsabkommen mit Singapur, Mexiko, Chile, den ASEAN-Staaten, der Schweiz, Indien, Peru, Australien und der Mongolei.

Zahlreiche Waren des gewerblichen Sektors sind zollfrei. Für Agrarwaren sind zum Teil sehr hohe Zölle zu zahlen. Die Einfuhrumsatzsteuer in Japan beträgt grundsätzlich 8 Prozent. Verbrauchsteuerpflichtig sind Alkoholika, Tabakwaren und Kraftstoffe.

Zollabfertigung

Waren, die auf dem Seeweg transportiert werden, sind den Zollbehörden spätestens 24 Stunden vor der Ankunft im Bestimmungshafen zu melden. Bei Luftfracht spätestens 3 Stunden vor der Landung in Japan. Mit der anschließenden Zollanmeldung kann die Abfertigung zu einem der folgenden Verfahren beantragt werden: freier Verkehr, Versand, Vorübergehende Verwendung, Veredelung, Zolllager, Vernichtung oder Wiederausfuhr.

Einfuhrlizenzen/Genehmigungen

Die Einfuhr ist liberalisiert, Einfuhrlizenzen oder Genehmigungen sind grundsätzlich nicht erforderlich.

Warenbegleitpapiere

Erforderlich sind stets eine Handelsrechnung und die Frachtpapiere. Für landwirtschaftliche Waren kann ein Gesundheitszeugnis gefordert werden.

Etikettierungs- und Kennzeichnungsvorschriften, Verpackung

Im Agrarsektor gelten zahlreiche Regeln, zum Beispiel für die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Höchstgrenzen für bestimmte Rückstände bzw. Inhaltsstoffe. Von grundsätzlicher Bedeutung sind das japanische Lebensmittelhygienegesetz und die dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen. Für Holzverpackungen verlangt Japan die Einhaltung des Internationalen Standards für Pflanzengesundheit ISPM Nr. 15.

Einfuhrverbote

Ein Einfuhrverbot besteht für Drogen, Betäubungsmittel aller Art, Waffen, Munition, Sprengstoffe, Plagiate sowie gefälschte Wertpapiere.

Zertifizierung/ Normen und Standards

Im Bereich der gewerblichen Waren sind Vorschriften insbesondere hinsichtlich der Gebrauchssicherheit zu beachten. Zu nennen sind Gesetze über elektrische Waren und Materialsicherheit, Sicherheit von Verbraucherprodukten, gegenseitige Anerkennung von Produktprüfungen, Bewertung von Chemikalien und das Messwesen. Aber auch technische Normen müssen eingehalten werden, soll die Ware problemlos absetzbar sein.

Für weiterführende Informationen lesen Sie bitte unser Merkblatt über gewerbliche Wareneinfuhren - Japan

Kontakt

Klaus Möbius

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