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27.02.2012

Bangladesch will sein Stromverteilungsnetz ausbauen

45.000 km neue Verteilungsleitungen geplant / Von Anna Westenberger

New Delhi (gtai) - Die bangladeschische Regierung will in den nächsten Jahren die ländlichen Regionen des Landes vollständig an das Stromnetz anschließen. Im Januar 2012 wurde beschlossen, bis 2015 zunächst die Versorgung von weiteren 1,8 Mio. Haushalten sicherzustellen. Dazu sind neben dem Ausbau der Erzeugungskapazitäten auch umfangreiche Investitionen in das Verteilungsnetz geplant. Für die Umsetzung des Projektes zeichnet eine der öffentlichen Stromgesellschaften, das Rural Electrification Board, verantwortlich. (Kontaktanschrift)

Im Rahmen der "Vision 2021" will Bangladesch alle Haushalte zu bezahlbaren Preisen durchgängig mit Strom versorgen. Zahlreiche Kraftwerksprojekte befinden sich in der Planungs- und Umsetzungsphase und sollen die Erzeugungskapazitäten des Landes innerhalb weniger Jahre deutlich hochfahren. Um eine flächendeckende Stromversorgung zu gewährleisten, müssen parallel jedoch erst einmal etwa 50% der bangladeschischen Haushalte überhaupt an das Netz angeschlossen werden.

Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 weiteren 1,8 Mio. Verbrauchern Zugang zu Elektrizität zu verschaffen. Der Fokus liegt dabei auf den ländlichen Gegenden. Zuständig für das Projekt ist das staatliche Rural Electrification Board (REB). Geplant ist, 45.000 km an neuen Verteilungsleitungen zu verlegen. Darüber hinaus sollen 500 km bereits bestehender Leitungen modernisiert werden. Auch die Umspannstationsinfrastruktur muss ausgebaut werden. Das REB plant 100 neue 33/11-kv-Transformatorenstationen und will zudem die Kapazitäten von 50 vorhandenen Stationen erhöhen.

Aktuell verfügt das Land insgesamt über ein Stromübertragungs- und -verteilungsnetz von 8.600 km beziehungsweise 275.000 km. Davon entfallen 221.000 km auf die ländlichen Regionen, in denen rund 8,4 Mio. Haushalte an das Netz angeschlossen sind. Der Übertragungs- und Verteilungsverlust liegt momentan bei rund 15%.

Die Kosten für das Projekt mit dem Titel "1.8 million consumer connection through rural electrification expansion" sollen sich auf 685 Mio. US$ belaufen. Davon trägt 90% der bangladeschische Staat, die restlichen 10% werden von internationalen Geberorganisationen erbracht. Das Executive Committee of the National Economic Council (ECNEC), das höchste Wirtschaftsgremium der Regierung, hat das Projekt Ende Januar 2012 abgesegnet. Das Finanzministerium muss nun allerdings noch die Mittel freigeben. Pressemeldungen zufolge ist die fristgerechte Umsetzung aller Projekte bis 2015 mit Risiken behaftet, da die Finanzierung von staatlicher Seite über den gesamten Zeitraum nicht gesichert ist.

Kontaktanschrift:

Rural Electrification Board (REB)

Brig. General Moin Uddinn, Chairman

Nikunja-2, Khilkhet, Dhaka - 1229

Tel.: 0088 02/891 64 24 28; Fax: -891 64 00

Internet: http://www.reb.gov.bd

(A.W.)

Dieser Artikel ist relevant für:

Bangladesch Strom-, Energieerzeugung, allgemein

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