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20.03.2012

Indien - Budget 2012/13 veröffentlicht

Von Frauke Schmitz-Bauerdick

(gtai) Am 16.3.2012 hat Finanzminister Mukherjee den Haushaltsplan für das Jahr 2012/13 vorgestellt. Das jährlich mit Spannung erwartete Budget skizziert die Finanzplanung für das kommende Finanzjahr und informiert über anstehende steuerrechtliche Änderungen. 

Wesentliche Neuerungen finden sich im diesjährigen Budget insbesondere im Bereich der Service Tax, einer durch den Zentralstaat erhobenen Steuer auf Dienstleistungen. Diese wird bislang auf einzeln ausgewiesene Dienstleistungen in Höhe von 10% erhoben. Ab April 2012 soll die Service Tax hingegen nicht nur auf 12% angehoben werden, sondern auch auf grundsätzlich alle Dienstleistungen Anwendung finden, es sei denn, diese Dienstleistung findet sich auf der sogenannten Negative List, einer Ausschlussliste, wieder. Zu den nicht von der Service Tax erfassten Dienstleistungen zählen, den Vorstellungen der Regierung zufolge, insbesondere Dienstleistungen der öffentlichen Hand, der Güter- und Personentransport, Dienstleistungen, die in direktem Zusammenhang mit Erzeugung und Vertrieb landwirtschaftlicher Produkte stehen sowie Erziehungsdienstleistungen. Ebenfalls auf 12% angehoben wird die Excise Duty, eine Steuer auf die Produktion von Gütern. 

Im Bereich der Einkommensteuer sind hingegen nur leichte Veränderungen vorgesehen. So wird der Freibetrag von 180.000 i.R. auf 200.000 i.R. jährlich angehoben; zudem sollen Aufwendungen beispielsweise für medizinische Vorsorgeuntersuchungen steuerlich geltend gemacht werden können. 

Die Regierung bekräftigt ihre Absicht, die beiden großen Steuerreformen im Bereich der Körperschaft- und Einkommensteuer sowie der indirekten Steuern, zügig  umzusetzen. Insbesondere hinsichtlich der geplanten Goods and Service Tax (GST), einer einheitlichen indirekten Steuer, sind praktische Fortschritte zu verzeichnen. So wird im August die  für die Verwaltung der GST erforderliche technische Infrastruktur funktionsfähig sein. Zudem bereiten der Zentralstaat und die Bundesstaaten eine GST-Modellgesetzgebung vor. 

Weitere Informationen: Frauke Schmitz-Bauerdick LL.M., Tel.: 0228/24993-432, Email: frauke.schmitz-bauerdick@gtai.de, Internet: www.gtai.de/recht