Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Top ausgebildete Fachkräfte

Das deutsche Bildungssystem ist eines der besten der Welt und strebt kontinuierlich nach Erfüllung höchster Ansprüche. In Deutschland arbeiten über 43 Millionen Menschen - der größte zur Verfügung stehende Arbeitsmarkt in ganz Europa. Die Unternehmen hierzulande profitieren von einer großen Anzahl gut ausgebildeter Mitarbeiter: Mehr als 80 Prozent der arbeitenden Bevölkerung haben eine Ausbildung oder einen Studienabschluss.

Das System der dualen Berufsausbildung mit über 8.800 Berufsschulen und knapp 1,3Millionen „Azubis“ genießt internationale Anerkennung. Zusätzlich studieren in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen an den 428 Universitäten und Fachhochschulen in einer breiten akademischen Bildungslandschaft. Der Großteil der Studenten belegt vor allem technische Studiengänge. Der Studentenanteil in Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Ingenieurswissenschaften ist nach Angaben von Eurostat mit 31 Prozent der höchste in der EU. Laut Statistiken der OECD hat Deutschland auch die höchsten Promotionsquoten im Bereich der Natur- und Ingenieurswissenschaften.

Tortendiagramm: Bildungsstand der Erwerbspersonen in Deutschland 2015 | © Statistisches Bundesamt 2017

Balkendiagramm: Anteil von Wissenschaftlern und Ingenieuren an der Bevölkerung 2016 | © Eurostat 2017

Duales Ausbildungssystem

Um der hohen Nachfrage der Industrie nach hochqualifizierten Fachkräften gerecht zu werden, verfügt Deutschland über ein traditionelles duales System in der Berufsausbildung, das die Vorteile des klassenbasierten Unterrichts an der Berufsschule und der praktisch-orientierten Lehre im Betrieb kombiniert. Die Ausbildungen dauern etwa zwei bis drei Jahre. Jeder fünfte Betrieb in Deutschland nimmt an der dualen Berufsausbildung teil und bildet damit die Fachkräfte von morgen entsprechend der betrieblichen Anforderungen aus.

Auch die Auszubildenden profitieren von der dualen Berufsausbildung. 2013 wurden etwa 69% der erfolgreichen „Azubis“ übernommen. Deshalb nehmen zur Zeit knapp 1,3 Millionen junge Menschen an der dualen Berufsausbildung in Deutschland teil. Mit der zweitniedrigsten Jugendarbeitslosenquote Europas, die bei nur 7% liegt genießt Deutschland ein hohes Ansehen im Ausland für das duale System in der Berufsausbildung.

Aktuell gibt es etwa 250anerkannte Ausbildungsberufe in der Berufsausbildung. In enger Abstimmung mit der Bundesregierung, stellen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sicher, dass die Ausbildungen eine hohe und betriebsübergreifend einheitliche Qualität aufweisen. Dafür werden die Ausbildungsordnungen regelmäßig modernisiert oder neue Berufsbilder geschaffen.

Das duale System der Berufsausbildung hält auch Einzug in die Hochschulen. Zur Zeit befinden sich etwa 100.739Studenten in dualen Studienprogrammen, die meist von Fachhochschulen angeboten werden. Weil die dualen Studiengänge genau auf den Bedarf der mehr als 41.000 teilnehmenden Unternehmen und Partnern in der betrieblichen Praxis abgestimmt sind, werden die meisten Programme in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften angeboten.

Schaubild: Duales Ausbildungssystem in Deutschland | © Germany Trade & Invest 2017 (basierend auf DIHK, BMBF, Statistisches Bundesamt 2017)

Weiterführende Links

Hohe Motivation

Hinter der Flexibilität der deutschen Arbeitskräfte steckt auch eine überdurchschnittlich hohe Motivation. Deutschland schneidet in dieser Hinsicht besser ab als die meisten führenden Industrieländer. Die Ergebnisse im IMD World Competitiveness Yearbook belegen, dass die deutschen Arbeitskräfte motivierter sind als ihre Kollegen in den USA, China, Russland, Polen, Frankreich und im Vereinigten Königreich. Das spiegelt sich auch in der Arbeitszeit wider. Deutsche arbeiten mit 41.2 Stunden pro Woche im Durchschnitt mehr als im weltweiten Vergleich üblich. Außerdem streiken sie seltener als ihre Nachbarn und liegen deutlich unter dem Durchschnitt der EU-28-Länder.
Balkendiagramm: Durchschnittliche Wochenarbeitszeit (2016, in Stunden) | © Eurostat 2017

Stabile Lohnkosten

Hervorragendes Fachpersonal und effiziente Produktionsprozesse haben in den letzten zehn Jahren eine deutliche Produktivitätssteigerung mit sich gebracht. Der Anstieg der Arbeitskosten hingegen fiel niedriger aus.

Seit 2005 sind die Löhne in den meisten europäischen Ländern (EU-28) gestiegen. Der Durchschnitt liegt bei 2,5 Prozent im Zeitraum von 2005 bis 2014. Während die Löhne besonders in Osteuropa um etwa fünf und mehr Prozent teurer wurden, verzeichnete Deutschland eine der niedrigsten Zunahmen innerhalb der EU mit etwa 2,0 Prozent.

Das führte zu einer Abnahme der Lohnstückkosten – ein echter Kostenvorteil im internationalen Wettbewerb. Im Gegensatz zu den anderen großen europäischen Industriestaaten nahmen die deutschen Lohnstückkosten im Zeitraum von 2004 bis 2013 jährlich um etwa 0,3 Prozent ab.

Balkendiagramm: Wachstum der Lohnstückkosten (2004-2013, in %) | © Eurostat 2016

Funktionen

Thomas Bozoyan Thomas Bozoyan | © GTAI

Kontakt

Thomas Bozoyan

‎+49 30 200 099 502

Geschäftsfrauen im Gespräch | © istock.com/Adam Gregor

Arbeitsmarkt

Mit den praktischen Infos in unserem Business Guide legt Ihr Investitionsprojekt einen guten Start hin.

Mehr