Forschungs­landschaft

Forschungslandschaft

Zukunftsweisende Reforminitiativen

Auf dem Weg in die Wissensökonomie stellen Bund und Länder die Weichen um den großen Herausforderungen eines intensiven, globalen Innovationswettbewerbs zu begegnen. Mit drei großen Reforminstrumentarien wird das deutsche Wissenschaftssystem fit gemacht für die Zukunft.

Dabei dient die Exzellenzinitiative dem Ausbau innovativer Spitzenforschung an den Hochschulen. Gefördert werden noch bis 2017 insgesamt 99 Projekte, darunter Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftsprojekte zum Ausbau der universitären Forschung, um die internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Nach Auslaufen der Initiative im Jahr 2017 wird es erstmalig ein Exzellenzprogramm geben, welches es dem Bund und den Ländern langfristig ermöglicht die Spitzenforschung an den Universitäten weiter zu fördern und Deutschlands Position als einer der international führenden Wissenschaftsstandorte weiter auszubauen. Bund und Länder werden dafür jährlich 533 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Unter der Reforminitiative Hochschulpakt 2020 werden umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um den steigenden Bedarf an hochgebildeten Fachkräften zu befriedigen. Bis 2023 wird mit Hilfe dieser Programmlinie ein bedarfsgerechtes Angebot für erwartete 760.000 zusätzliche Studienanfängerinnen und –anfänger geschaffen.
Komplettiert werden die Reformanstrengungen durch den Pakt für Forschung und Innovation. Im Fokus stehen die Einrichtungen der außeruniversitären Forschung, die ihre internationalen Spitzenpositionen mit Hilfe finanzieller Planungssicherheit ausbauen sollen. Zur Erreichung dieses Ziels werden Bund und Länder von 2016-2020 eine jährliche Erhöhung der Zuschüsse um 3 Prozent gewähren, was insgesamt zusätzlichen Forschungsmitteln von 3,9 Milliarden Euro entspricht.

Neben der Reformierung des Wissenschaftssystems hat sich die Bundesregierung auch die Erschließung und Ausschöpfung internationaler F&E-Potenziale zum Ziel gesetzt. Mit der 2008 formulierten Internationalisierungsstrategie wurde eine Vielzahl an Maßnahmen ins Leben gerufen. Dazu gehört unter anderem der Aufbau von Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern in den wichtigsten Metropolen der Welt. Als zentrale Anlauf- und Servicestellen für Forscher und Unternehmen können sich Interessierte über den Wissenschaftsstandort Deutschland informieren.

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