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Pressemitteilung
25.01.2019

Besuch bei Afrikas Wirtschafts-Musterschüler

Bundespräsident Steinmeier reist am 27. Januar nach Äthiopien

Berlin, Bonn (GTAI) - Die Agrar-Exporte legen zu, die Entwicklung des industriellen Sektors ist beeindruckend, die Erfolge bei der Armutsbekämpfung sind enorm groß. Die wirtschaftliche Entwicklung Äthiopiens ist bemerkenswert, sowohl die Weltbank als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sehen das Land auf einem sehr guten Weg: "Der IWF prognostiziert für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 8,5 Prozent. Die Weltbank erwartet sogar fast 9 Prozent für 2019 bis 2021. Auch internationale Investoren glauben an das Land. Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) geht von einem Zufluss von Direktinvestitionen in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 aus. Zum Vergleich: In Kenia lag die Summe bei 672 Millionen", erklärt Katrin Weiper, Ostafrika-Expertin von Germany Trade & Invest (GTAI).

Mit dem Bau von Industrieparks, neuen Kraftwerken und dem Ausbau des Schienen- und Straßennetzes will die Regierung in Addis-Abeba den ehemals rückständigen, autoritär regierten Staat zum führenden industriellen Hersteller in Afrika weiterentwickeln. Hoffnungsträger Abiy Ahmed, der neue Premierminister, hat zwar mit Reformen begonnen und sucht auch den Frieden mit dem Nachbarland Eritrea. Doch ob er den völlig starren Staatsapparat Äthiopiens modernisieren und die omnipräsente und ineffiziente Bürokratie erfolgreich abbauen kann, muss sich erst zeigen. Hinzu kommt: Die Exporte sind deutlich geringer als die Importe, die Staatsverschuldung ist hoch, die Liquiditätsprobleme des Landes sind es ebenfalls. Die sozialen Spannungen und Unruhen sind nach wie vor vorhanden, ein im westlichen Sinne demokratischer Rechtsstaat ist Äthiopien noch lange nicht.

"Trotzdem ist die jetzige Entwicklung vielversprechend. Vor allem die erfolgreiche Armutsbekämpfung ist keinesfalls selbstverständlich und gibt Grund zur Hoffnung. In Äthiopien leben 110 Millionen Menschen und das Potenzial in der Landwirtschaft ist riesig. Die Öffnung für private Investitionen und der klare politische Wille zur Modernisierung und Industrialisierung der Wirtschaft sind eindeutig. Trotz aller Herausforderungen entsteht hier entsteht ein attraktiver Markt", so Martin Böll, GTAI-Korrespondent in Nairobi (Kenia).

Aktuelle Berichte und Informationen zu Äthiopien finden Sie unter: www.gtai.de/aethiopien

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