Exportförderung

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Exportförderung

Deutsche Unternehmen sind exportstark, ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit gefragt. Aber neue Handelshemmnisse gefährden die deutsche Exportwirtschaft. Vor allem für den Mittelstand droht das Auslandsgeschäft schwieriger zu werden.

Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, müssen Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren können. Vielen kleinen und mittleren Unternehmen fehlen aber die Ressourcen, um sich die dazu notwendigen Informationen selbst zu erarbeiten.

Wir informieren den deutschen Mittelstand über neue Chancen, aber auch Risiken auf Auslandsmärkten.

Unsere Expertinnen und Experten recherchieren für Sie fortlaufend weltweit und im Inland alle für das Exportgeschäft wichtigen Wirtschaftsprognosen sowie Entwicklungen auf den Gebieten Wirtschaftsrecht und Einfuhrregelungen. Des Weiteren bieten wir Ihnen täglich Informationen zu Projekten und Ausschreibungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wenn sich spezielle Themen abzeichnen, die für die deutsche Exportwirtschaft relevant sind, bearbeiten wir diese besonders intensiv.




Schwerpunkte 2018

Im Jahr 2018 stellen wir zwei Regionen in den Mittelpunkt: Das Vereinigte Königreich, das mit dem bevorstehenden Brexit für Unsicherheit vor allem beim deutschen Mittelstand sorgt, sowie den Kontinent Afrika, für den wir viele Geschäftspotenziale für deutsche Unternehmen ausgemacht haben.

Brexit: Mittelstand begleiten

Die zweite Phase der Austrittsverhandlungen kann beginnen – so hat es der Europäische Rat im Dezember 2017 beschlossen. Eine gute Nachricht, aber: an Herausforderungen mangelt es nicht, die Zeit ist knapp bemessen. Verunsicherung bei deutschen Unternehmen.

Deutsche Unternehmen sind in Bezug auf den Brexit verunsichert. Firmen, die seit Jahren Handelsbeziehungen mit Unternehmen im Vereinigten Königreich pflegen, prüfen aktuell bestehende Lieferketten oder langfristige Verträge mit britischen Geschäftspartnern. Unternehmen haben ausstehende Investitionsentscheidungen verschoben, bis Klarheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich besteht.

Der Wunsch der britischen Seite nach einer Übergangsphase ist von der Europäischen Union (EU) positiv aufgenommen worden. In Frage käme eine zeitlich begrenzte Phase, während derer EU-Recht für das Vereinigte Königreich weitgehend anwendbar bliebe. Dies hängt jedoch davon ab, ob sich beide Seiten auf ein Austrittsabkommen verständigen können. Zudem bliebe die Ungewissheit über die Ausgestaltung der zukünftigen Beziehungen. Jedoch ließe sich so Raum für weitere Verhandlungen und notwendige Anpassungen auch in der Wirtschaft gewinnen.

Unsere Aktivitäten 2018


Antworten finden

Bereits im vergangenen Jahr haben wir ein Brexit-Informationsportal eingerichtet, um deutsche Unternehmen mit verlässlichen Informationen auf dem Laufenden zu halten. 2018 werden wir dieses Portal noch weiter ausbauen, um konkrete Antworten auf Fragen vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmen zu geben: Welche Folgen wird ein wie auch immer gearteter Brexit auf bestehende Lieferverträge haben? Welche alternativen Märkte rücken bereits jetzt in den Fokus? Hier werden wir vor allem Auswirkungen auf Drittmärkte, wie Irland oder die Niederlande, analysieren. Können diese Märkte frei werdende Kapazitäten auffangen?

Kompetenzen vertiefen

Wir werden unser Netzwerk mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland und dem Vereinigten Königreich weiter ausbauen und einen intensiven fachlichen Austausch pflegen. Dieses Wissen werden wir bei Diskussionen unter anderem auf IHK-Exporttagen und bei Fachveranstaltungen teilen und unsere Kunden über Webinare am aktuellen Diskussionsstand teilhaben lassen.

www.gtai.de/brexit

Afrika rückt in den Fokus

Mit 54 Ländern ist der Kontinent Afrika enorm vielfaltig. Während einige Staaten weiterhin von Krisen und schwierigen Rahmenbedingungen geprägt sind, zahlen andere mit hohen Wachstumsraten zu den expansivsten Markten der Welt.

Hub-Economies erschliessen den Kontinent

Mit der Initiative "Compact with Africa" hat die Bundesregierung bereits im Rahmen der G20-Präsidentschaft Deutschlands einen Schwerpunkt auf die Förderung privater Investitionen auf dem Kontinent gelegt. Für die wirtschaftliche Erschließung Afrikas sind Wirtschaftszentren (Hub-Economies) wie Kenia, Südafrika, Nigeria, Marokko oder Ägypten besonders wichtig. Der deutschen Wirtschaft bieten sich viele konkrete Beteiligungsmöglichkeiten. Die deutschen Ausfuhren nach Afrika nahmen 2016 um 2,5 Prozent gegenüber 2015 zu und lagen bei etwa 24,5 Milliarden Euro. Vor allem Ost- und Westafrika wurden in der jüngeren Vergangenheit als Ziele ausländischer Direktinvestitionen immer beliebter.



Unsere Aktivitäten 2018


Erweitertes Informationsangebot

Zwischen Deutschland und Côte d’Ivoire, Ghana sowie Tunesien wurden bilaterale Reformpartnerschaften vereinbart. Sie ergänzen die G20-Initiative "Compact with Africa" und sollen die Rahmenbedingungen für nationale und internationale Investoren unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien verbessern. In diesem Zusammenhang erweitern wir unsere Informationsreihe "Neue Märkte – Neue Chancen" um diese Länder. Diese Reihe erstellen wir gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Unsere Publikation "GTAI Special Subsahara-Afrika -Zukunftsmärkte mit Herausforderungen" wird 2018 neu aufgelegt. Hier liefern wir Strukturinformationen zu den wichtigsten Exportmärkten des Kontinents. Darüber hinaus sind im Rahmen der Initiative Pro! Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie weitere Aktivitäten mit und für Afrika geplant.


Agrarwirtschaft und Gesundheit

Gesundheit und Ernährung sind Branchen, denen angesichts der raschen Bevölkerungszunahme entscheidende Bedeutung für die Entwicklung Afrikas zukommt. Wir werden daher 2018 diese Themen in den Fokus rücken und unser Informationsangebot deutlich ausbauen. Wir werden vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen zeigen, auf welchen Märkten Afrikas welche Exportmöglichkeiten für Technik und Know-how bestehen. Für den Gesundheitsmarkt Afrikas entsteht zum Beispiel in Zusammenarbeit mit unser Exportinitiative Gesundheitswirtschaft eine neue Informationsbroschüre, die Möglichkeiten und Entwicklungspotenziale in unterschiedlichen Regionen analysiert.

www.gtai.de/afrika

Service Projektbeteiligungen

Weltweit werden regelmäßig neue Projekte angestoßen, die deutschen Unternehmen interessante Beteiligungschancen bieten. Wir liefern hierzu kontinuierlich aktuelle Informationen. 2018 bauen wir diesen Service deutlich aus. Einen prüfenden Blick werden wir darüber hinaus auf das weltweite Image deutscher Produkte werfen und den Stellenwert von made in Germany analysieren.


Wer plant was, wann und wo?

Die Beteiligung deutscher Unternehmen an internationalen Großprojekten ist eine strategische Herausforderung. Eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebene Studie stellte fest, dass für deutsche Firmen bei Großvorhaben weltweit erhebliches Geschäftspotenzial ungenutzt bleibt. Wir werden deutsche Firmen unterstützen, damit sie sich verstärkt an internationalen Projekten beteiligen können.

Wie bisher informieren wir über Investitions- und Entwicklungsvorhaben in Schwellen- und Entwicklungsländern, die von internationalen Finanzierungsinstituten gefördert werden. Wir ergänzen unser Angebot 2018 um Informationen zu privat finanzierten Vorhaben weltweit sowie Projekten der öffentlichen Hand in Industrieländern. Außerdem stellen wir Kurzberichte über das öffentliche Ausschreibungswesen in ausgewählten Ländern und Regionen mit einer kurzen Einschätzung der Teilnahmemöglichkeiten für deutsche Unternehmen bereit.


Unterwegs auf der neuen Seidenstraße

Die 2013 ins Leben gerufene chinesische Initiative ist eines der größten Investitionsprogramme des 21. Jahrhunderts. Neben dem Ausbau von Transportrouten zwischen China und Europa beinhaltet sie unter anderem Investitionen in die Energieinfrastruktur, in die Landwirtschaft und in Industriesektoren.

In Zusammenarbeit mit drei Auslandshandelskammern werden wir 2018 dazu eine Broschüre erstellen. Sie wird zeigen, wie die neue Seidenstraße die Volkswirtschaften entlang der Route beeinflusst, welche Projekte aktuell vorangetrieben werden und welche konkreten Geschäftschancen sich daraus für deutsche Firmen ergeben. Regionale Schwerpunkte werden Südostasien, Pakistan, Zentralasien, Russland, Ostafrika sowie die MENA-Region sein. Darüber hinaus werden wir kontinuierlich über die Seidenstraße berichten und aktuelle Projekt- und Ausschreibungsmeldungen veröffentlichen.


Made in Germany - weiterhin attraktiv?

Beste Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz - dafür steht made in Germany. Ein garantierter Verkaufserfolg ist das jedoch nicht. Denn vor allem Wettbewerber aus der VR China haben ihre Position auf dem Weltmarkt deutlich verbessert. So ist bei Maschinen und Fahrzeugen der deutsche Anteil am Weltexport seit 2000 kaum gestiegen, während sich der chinesische mehr als verfünffacht hat.

Sind also neue Maßnahmen erforderlich, um den Erfolg von made in Germany zu sichern? Und wie wirken sich Negativmeldungen wie der Abgasskandal oder Kartellvorwürfe in der Kfz-Branche auf das Image deutscher Produkte insgesamt aus? Wir gehen diesen Fragen 2018 auf den Grund. Die Ergebnisse werden im Sommer in einem Onlinespecial "GTAI Future - Made in Germany" mit begleitender Broschüre veröffentlicht.

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