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23.09.2019

Abnehmer von Verpackungsmaschinen unter Druck

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Lebensmittelindustrie weniger stark betroffen / Von Necip C. Bagoglu (August 2019)

Istanbul (GTAI) - Die Rezession in der Türkei macht auch vor den Abnehmerbranchen von Verpackungsmaschinen nicht Halt. Sinkende Kaufkraft der Verbraucher trübt Aussicht ein.

Die Lebensmittelindustrie gehört zu den Branchen, die von der aktuellen Rezession mit schrumpfender Wirtschaftsleistung weniger betroffen sind als andere Industriesektoren. Dennoch wirft die Krise ihre Schatten auch auf den einheimischen Nahrungsmittelmarkt. Die Sommermonate haben vor allem bei Obst und Gemüse zu einer gewissen Verlangsamung der hohen Preissteigerungen bei Lebensmitteln geführt. Doch lag die Jahresteuerung im Lebensmittelbereich Ende Juli 2019 mit 18,2 Prozent immer noch höher als der allgemeine Anstieg der Verbraucherpreise von 16,7 Prozent.

Die in den zurückliegenden Monaten gesunkene reale Kaufkraft der Verbraucher infolge der Währungsabwertung hat Spuren hinterlassen. Der durchschnittliche monatliche Produktionsindex des Statistikamtes TÜIK für Lebensmittel und Getränke zeigte in den ersten fünf Monaten 2019 gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang.

Saison- und kalenderbereinigter Produktionsindex (Index: 2010 = 100)
2016 2017 2018 2019 *)
Nahrungsmittel 105,5 114,0 119,4 111,0
Getränke 100,3 109,2 120,6 110,3
Tabakwaren 102,6 100,2 110,4 115,0

*) Januar bis Mai

Quelle: Türkiye Istatistik Kurumu (TÜ?K; http://www.tuik.gov.tr)

Eine zunehmende Zahl von türkischen Lebensmittelproduzenten erhöhen ihre Exportanstrengungen. Ein wichtiger neuer Zielmarkt sind dabei die USA. Die türkischen Lebensmittelausfuhren dorthin, die 2018 rund 1 Milliarde US-Dollar (US$) ausmachten, sollen bis 2023 verdoppelt werden. Auch die Lieferungen in die EU wollen die Hersteller ausweiten.

Die Lebensmittelhersteller erhöhen parallel zum sich ändernden Verbraucherverhalten den Anteil von kleineren Verpackungen an ihrer Produktion. Dieser Markttrend ist eine Folge der zunehmenden Zahl von kleineren Haushalten mit weniger Personen.

Rückläufige Weizenernte

Besorgniserregend mit Blick auf Getreideprodukte ist die rückläufige Weizenernte. Wegen der schnell steigenden Kosten gehen viele Landwirte auf die Erzeugung von anderen Agrarprodukten über. So hat sich die Anbaufläche für Weizen nach Angaben des Verbandes der Getreideproduzenten HUBUDER (Hububat Tedarikcileri Dernegi) von 9,2 Millionen Hektar zu Beginn der 2000er Jahre bis 2018 auf 7,2 Millionen Hektar verringert.

Infolge dieser Entwicklung ist die lokale Weizenernte, die 2017 noch 21,5 Millionen Tonnen erreichte, 2018 auf 20 Millionen Tonnen gesunken. Für 2019 wird ein weiterer Rückgang auf 19,5 Millionen Tonnen erwartet. Zum Marktausgleich wurden die Weizenimporte von 5 Millionen Tonnen 2017 auf 5,8 Millionen Tonnen 2018 erhöht.

Türkische Getreideproduktion in (1.000 t)
Warengruppe 2018 2019 *)
Weizen 20.000 19.500
Gerste 7.000 7.500
Roggen 320 320
Hafer 260 265
Mais 5.700 6.000
Reis 940 975
Kartoffel 4.550 5.000
Trockene Hülsenfrüchte 1.225 1.382
Ölsaaten 2.467 2.741
Zuckerrüben 18.900 21.051

*) Schätzung

Quelle: TÜIK

Die rückläufige Weizenernte und die damit verbundenen Preissteigerungen haben negative Auswirkungen auf die Weizenmehlsparte. Diese stellt einen wichtigen Produktionszweig der türkischen Lebensmittelindustrie dar. Zudem in die Produktion von Weizenmehl in den zurückliegenden Jahren massiv investiert wurde. Nach Angaben des Verbandes der Mehlproduzenten (Türkiye Un Sanayicileri Federasyonu: http://www.tusaf.org) bestreitet die Türkei circa 30 Prozent der weltweiten Mehlexporte.

Überkapazitäten bei den Nudelproduzenten

Die Nudelproduzenten konnten nach Angaben des Nudelverbandes TMSD (http://www.makarna.org.tr) in den ersten fünf Monaten 2019 ihre Exporte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 9 Prozent auf 252 Millionen US$ steigern. Die Zahl der Abnehmerländer wurde von 154 auf 160 erhöht. Die Exportmenge von 1,2 Millionen Tonnen des Jahres 2018 soll 2019 um 15 Prozent gesteigert werden. Von den Exporten im Jahr 2018 von 552,4 Millionen US$ gingen 331,9 Millionen US$ nach Afrika. Von den Produktionskapazitäten von 2,6 Millionen Tonnen können derzeit zur Bedienung der in- und ausländischen Nachfrage nur 1,8 Millionen Tonnen genutzt werden.

Die unzureichende Kapazitätsauslastung der 24 großen Nudelhersteller führt zu einem scharfen Wettbewerb mit erheblichen Preisnachlässen und Gewinnrückgängen beim Exportgeschäft. Das vom Irak Mitte 2019 erlassene Importverbot für Nudeln aus der Türkei stellt einen Rückschlag für die Branche, nachdem Bagdad auch den Import von Eiern und Speisesalz aus der Türkei unterbunden hatte.

Weiterhin große Defizite in der Fleischversorgung

Die Rotfleischversorgung bleibt weiterhin problematisch. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 12,9 Kilogramm pro Jahr relativ niedrig. Um die hohen Fleischpreise infolge des unzureichenden inländischen Angebots in Grenzen zu halten, beliefert die staatliche Anstalt für Fleisch und Milch ESK (Et ve Süt Kurumu; http://www.esk.gov.tr) bestimmte Supermärkte mit importiertem Fleisch zu subventionierten niedrigen Preisen.

Umfangreiche Geflügelproduktion

Es gibt Bestrebungen, das Defizit in der Versorgung mit Rotfleisch durch Geflügel teilweise auszugleichen. Die Türkei steht inzwischen unter den weltweit größten Geflügelproduzenten auf Platz 9. Bei den Exporten nimmt sie nach Brasilien, den USA, der EU und Thailand weltweit den fünften Platz ein. Trotz der positiven Entwicklung der Geflügelbranche ist auch hier der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch mit 21,9 Kilogramm vergleichsweise noch gering. Die Produzenten leiden derzeit unter den Importverboten Iraks für Geflügel und Eier aus der Türkei.

Produktion von Fleisch, Milch und Eiern in der Türkei (1.000 t)
Warengruppe 2018 2019
Rotfleisch 1.118,7 211,4 1)
.Rind 1.003,9 191,3 1)
.Büffel 0,4 0,1 1)
.Schaf 100,8 17,9 1)
.Ziege 13,6 2,2 1)
Huhn 2.156,7 875,0 2)
Eier (Mio. Stück) 19.643 8.312 2)

1) 1. Quartal

2) Januar bis Mai

Quelle: TÜIK

Mehrere Projekte zur Steigerung der Milcherzeugung

Der Markt für Milch und Molkereierzeugnisse mit einem inländischen Umsatzvolumen von 8,8 Milliarden türkische Lira (TL; Wechselkurs am 6. August 2019: 1 Euro = 6,21 TL) hofft auf Exportsteigerungen in die Europäische Union (EU). Zwölf Firmen mit 17 Betrieben besitzen eine Exporterlaubnis der Europäischen Kommission, darunter auch das Unternehmen Teksüt (http://www.teksut.com) in Balikesir. Teksüt will mit den Lieferungen in die EU seinen Exportanteil am Umsatz (2018: 462 Millionen TL) von 20 auf 30 Prozent steigern. In die Produktion von neuen Molkereiproduktkategorien investiert Teksüt 2019 insgesamt 15 Millionen TL.

Das bekannte Milchunternehmen Pinar Süt (http://www.pinar.com.tr) mit einem Umsatz von knapp 1,5 Milliarden TL (2018) und Exporten von 47 Millionen US$ will seine Aktivitäten am russischen Markt ausweiten. Pinar Süt exportiert in 25 Länder mit Saudi-Arabien an der Spitze. Der Hersteller Milkman (http://www.milkman.com.tr), eine Tochterfirma der Saray-Holding, will die tägliche Produktionskapazität für Molkereiprodukte von 300 auf 650 Tonnen erhöhen. Die Firma Sütas (http://www.sutas.com.tr) investiert 50 Millionen TL in eine neue Produktionsanlage für Kefir unter der Marke "Kaf Kefir".

Produktion von Milch und Milchprodukten in der Türkei (1.000 t)
Warengruppe 2018 2019 *)
Nichtverarbeitete Kuhmilch 10.034,2 4.155,6
Trinkmilch 1.660,7 687,9
Sahne 32,9 18,3
Milchpulver 46,3 18,5
Fettarmes Milchpulver 63,2 34,8
Butter 65,9 33,9
Kuhkäse 722,7 293,9
Schafs-, Ziegen und Büffelkäse 33,4 13,7
Yoghurt 1.198,8 483,2
Yoghurt-Getränk (Ayran) 730,7 281,6

*) Januar bis Mai

Quelle: TÜIK

Im Süßwarenbereich will die türkische Tochterfirma von Ferrero (http://www.ferrero.com.tr), die in der Türkei sieben Produktionsstätten betreibt, 2019 insgesamt 150 Millionen TL in Expansionsprojekte investieren. Die Exporte der Ferrero-Gruppe aus der Türkei erreichen jährlich circa 500 Millionen US$. Der Schokoladenhersteller Sölen (http://www.solen.com.tr) hat eine tägliche Produktionskapazität von 800 Tonnen in den Fabriken in Istanbul und Gaziantep. Er hat 2018 seinen Umsatz um 35 Prozent auf 1,3 Milliarden TL erhöht und in den letzten sieben Jahren unter anderem in die Automatisierung (Industrie 4.0) 300 Millionen US$ investiert.

Sölen verfolgt ehrgeizige Ausbaupläne. Für 2019 wurde ein Umsatzziel von 2 Milliarden TL gesetzt. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes kommt von Exporten, die 2018 rund 185 Millionen US$ erreichten.

Der Umsatz mit Knabberwaren, einschließlich Nüssen und getrockneten Früchten, expandierte 2018 um 20 Prozent auf 19 Milliarden TL. Ein wichtiger Hersteller ist das Unternehmen Tadim (http://www.tadim.com), das laufend neue Produkte auf den Markt bringt. Laut TÜIK betrug der Pro-Kopf-Konsum 2018 von Wallnüssen 3,3 Kilogramm, von Haselnüssen 1,6 Kilogramm, von Mandeln 1,4 Kilogramm, von Pistazien 0,8 Kilogramm und von Kastanien 0,6 Kilogramm.

Alkoholische Getränke sind Wachstumsmarkt

Der Markt für alkoholische Getränke wächst wegen der sehr hohen Verbrauchsteuern kaum. Gewisse Nachfrageimpulse für den Getränkemarkt kommen vom expandierenden Tourismus. Generell ist sowohl bei den Produzenten wie auch Konsumenten ein steigendes Interesse an Eistee- und Eiskaffee-Produkten zu beobachten. Die Nachfrage nach Eistee ist vor allem in den letzten fünf Jahren kräftig angestiegen. Für PepsiCo mit der Marke Lipton Ice Tea steht die Türkei bezogen auf den Umsatz inzwischen unter 70 Ländern auf dem vierten Platz.

Mehrere Firmen, wie Dimes (http://www.dimes.com.tr) und Dogus Cay (http://www.doguscay.com.tr) sowie das Staatsunternehmen Caykur (http://www.caykur.gov.tr), betreten den Markt für Eistee und -kaffee. Der Fruchtsafthersteller Dimes begann kürzlich in Izmir unter der Marke "Obsesso" mit der Produktion von Eiskaffee in Dosen. Angestrebt wird in dieser Kategorie ein Marktanteil von 15 Prozent.

Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen, die im Wirtschaftsmagazin "Ekonomist" (Ausgabe vom 19. Mai 2019; http://www.ekonomist.com.tr) zitiert wird, erhöhten sich die Umsätze mit nichtalkoholischen Getränken in der Türkei 2018 um 19,4 Prozent auf insgesamt 18,7 Milliarden TL. Der Umsatz mit Eiskaffee stieg um 33,4 Prozent auf 165,3 Millionen TL und mit Eistee um 15 Prozent auf 920,2 Millionen TL.

Türken sind traditionell Teetrinker. Während der jährliche Pro-Kopf-Konsum von Tee 31,5 Kilogramm erreicht, wurde bei Kaffee erst 2018 die 1 Kilogramm-Grenze überschritten. Mit der Verbreitung moderner und internationaler Cafe-Ketten vor allem in den Großstädten mit einer großen Produktvielfalt dürfte der Kaffeeverbrauch in den kommenden Jahren stark zunehmen.

Lokale Herstellung von Arzneimitteln nimmt zu

Die Umsätze mit Arzneimitteln dürften nach Prognosen des Arbeitgeberverbandes der Pharmaindustrie IEIS (http://www.ieis.org.tr) in lokaler Währung 2019 um circa 10 Prozent auf 33 Milliarden TL wachsen. Angesichts der Inflation von knapp 16 Prozent stellt dies allerdings eine reale Schrumpfung dar.

Die Bestrebungen des türkischen Gesundheitsministeriums, durch finanzielle Anreize und Beschränkungen für importierte Arzneimittel internationale Pharmahersteller zur Produktion im Lande zu bewegen, tragen inzwischen Früchte.

Der von der Regierung den Firmen für 2019 vorgeschriebene Wechselkurs von 1 Euro = 3,4037 TL bei Preisfestsetzung für eingeführte Präparate führt zu geringeren Gewinnmargen. Daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen für eine lokale Fertigung bisher importierter Medikamente. Mit dieser Politik strebt das Ministerium jährliche Devisenersparnisse von rund 6 Milliarden TL an.

Entwicklung des türkischen Pharmamarktes
Jahr Umsatz (in Mrd. TL)
2014 15,0
2015 17,6
2016 20,4
2017 24,5
2018 30,9
2019 *) 33,0

*) Schätzung

Quelle: Türkischer Arbeitgeberverband der Arzneimittelindustrie (IEIS)

Ende Juli 2019 unterzeichnete der französische Pharmariese Sanofi (http://www.sanofi.com.tr) über seine türkische Tochter mit der türkischen Firma Birgi Mefar (http://www.mefar.com) einen Vertrag für Technologietransfer und ein Kooperationsprojekt. Nach dem Vertrag soll die Produktion eines Antibiotikums mit einem jährlichen Umsatzwert in der Türkei von 22 Millionen TL zukünftig lokal erfolgen. Damit sollen knapp 90 Millionen US$ Devisenausgaben eingespart werden. Der Technologietransfer soll bis 2021 abgeschlossen werden. Bis 2026 soll ein lokaler Wertschöpfungsbeitrag von 500 Millionen TL geleistet werden. Sanofi investierte in den letzten zehn Jahren insgesamt knapp 700 Millionen Euro in sein türkisches Werk in Lüleburgaz.

Der Pharmakonzern Novartis beginnt in seinem Werk in Kurtköy bei Istanbul im August 2019 mit der Produktion von zwei onkologischen Präparaten. Das US-amerikanische Pharmaunternehmen Gilead Sciences unterzeichnete im Mai 2019 mit der lokalen Firma Pharmactive Ilac (http://www.pharmactive.com.tr) ein Abkommen für die Produktion von Medikamenten gegen Hepatitis und HIV/AIDS.

Das Werk der Firma CinnaGen Ilac (http://www.cinnagenilac.com) für die Produktion von biotechnologischen Präparaten in der Industriezone Cerkezköy in der thrazischen Provinz Tekirdag, das mit Investitionen von 100 Millionen US$ errichtet wurde, hat im Juni 2019 den Betrieb aufgenommen. Damit wird nach Angaben des Unternehmens in der ersten Etappe der bisherige Import von Medikamenten im Wert von 150 Millionen US$ pro Jahr substituiert werden. Darüber hinaus plant CinnaGen zunehmende Exporte, die bis 2023 rund 100 Millionen US$ erreichen sollen.

Der türkische Markt für biotechnologische Präparate erreichte 2018 ein Volumen von 5,4 Milliarden TL und machte damit 17,6 Prozent des Gesamtumsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten aus. Mehrere Firmen, wie Abdi Ibrahim, Amgen, Dem Ilac, Ilko Ilac und Nobel Ilac, investieren in diesen Bereich.

Markt für Hautpflegeprodukte wächst

Der Inlandsmarkt für Schönheits- und Körperpflegemittel, der auf rund 3 Milliarden US$ geschätzt wird, wächst in lokaler Währung mit einer Jahresrate von 15 bis 20 Prozent. Eine überdurchschnittliche Expansion verzeichnen dabei vor allem Hautpflegeprodukte. Die Exporte nach insgesamt 170 Ländern steigen jährlich um circa 10 Prozent und erreichten 2018 einen Wert von etwa 1,5 Milliarden US$. Für 2023 wird ein Exportwert von 3,5 Milliarden US$ angestrebt. Auf diesem Markt, der in der Vergangenheit von ausländischen Herstellern dominiert wurde, wächst die Stellung einheimischer Firmen, die inzwischen auch ehrgeizige Exportziele verfolgen.

Das Unternehmen Atelier Rebul (http://www.atelierrebul.com.tr), das bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches als eine Apotheke auf den Markt kam, exportiert mittlerweile 30 Prozent seiner Produktion nach Russland, Japan, Kroatien, Libanon, Kuwait und Katar. Außerdem wird über bekannte chinesische E-Commerce-Portale der Online-Absatz vorangetrieben. Das Unternehmen Cosmed (http://www.cosmed.com.tr), eine Tochterfirma des Chemieunternehmens Deren Kimya, vertreibt über 1.250 Apotheken und 100 Watsons-Drogerien 56 verschiedene Haar- und Hautpflegemittel. Aufgrund des vielversprechenden Exportgeschäftes erwartet Cosmed für 2019 einen Umsatzanstieg von 100 Prozent (2018: 11 Millionen TL).

Der Hersteller Neva Kozmetik (http://www.nevakozmetik.com.tr), der in 40 Länder exportiert und auf die Produktion von veganen Haarpflegemitteln (Marke: "Botanic") spezialisiert ist, erwartet für 2019 einen Umsatzanstieg von 40 Prozent auf 14 Millionen US$. Die Firma Gülsha (http://www.gulsha.com.tr) der Unternehmerin Gülsah Gürkan produziert kosmetische Erzeugnisse auf der Grundlage der Rosensorte "Rosa Damascena", weltweit über 1.000 Verkaufsstellen vertrieben werden. Die Zahl der Verkaufspunkte soll in den kommenden fünf Jahren auf 5.000 steigen.

Der Hersteller Glohe, der in seinem mit Investitionen von 13 Millionen US$ errichteten Werk in der Industriezone Tuzla Kosmetika unter den Marken "Incia" und "Siveno" (http://www.siveno.com) produziert, vertreibt seine Produkte über Drogerieketten, wie Watsons, Rossmann und Gratis sowie Supermärkte, wie Carrefour und Migros. Der Umsatz soll 2019 auf 30 Millionen TL verdreifacht werden. Die im Lande operierenden Drogerieketten, wie Gratis (605 Verkaufsstellen), Watsons (345), Rossmann (114), Sephora (44) und L'Occitane (36), erweitern zusehends ihren Online-Handel. Damit soll der Absatz schneller erhöht werden.

Watsons meldet im Online-Verkauf (Angebot von 8.000 Produkten aus neun Hauptkategorien) 2019 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzanstieg von 80 Prozent. L'Occitane will den Anteil des Online-Verkaufs am Gesamtumsatz innerhalb von zwei Jahren von 4 auf 10 Prozent erhöhen. Rossmann will in Kürze auf seinem Online-Portal mit dem Verkauf von 3.000 Produkten aus 15 Hauptkategorien beginnen.

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll und Ausschreibungen in der Türkei sind unter http://www.gtai.de/tuerkei abrufbar.

Dieser Artikel ist relevant für:

Türkei Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, allgemein, Nahrungs- und Genussmittel, allgemein, Arzneimittel, Diagnostika, Nahrungsmittel- u. Verpackungsmaschinen, Körperpflegemittel und Kosmetika

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