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10.05.2018

Brasiliens Chemieindustrie setzt wieder mehr um

Düngemittelsparte lockt internationale Investoren / Steigende Nachfrage nach Industriechemikalien / Von Gloria Rose (März 2018)

São Paulo (GTAI) - Brasiliens starke Agrarwirtschaft bedarf immer mehr Düngemittel, fährt jedoch den Kauf von Pflanzenschutzmitteln zurück. Mit dem erneuten Wirtschaftswachstum erholt sich allmählich die Nachfrage nach Industriechemikalien, nach Farben und Lacken sowie nach Kraftstoffen. Davon profitieren zunächst jedoch eher die Importe als die inländische Produktion. Die Investitionen konzentrieren sich auf Agrarchemikalien und Biokraftstoffe sowie Erdgas.

Der Gesamtumsatz der chemischen Industrie (ohne Berücksichtigung des Öl- und Gas-Sektors) in US-Dollar (US$) stieg 2017 erstmals seit drei Jahren wieder, nach vorläufigen Berechnungen des Branchenverbands Associação Brasileira da Indústria Química (Abiquim) um 9,5 Prozent auf 119,6 Milliarden US$. In heimischer Währung wuchs der Branchenumsatz um 1,2 Prozent auf 379,3 Milliarden brasilianische Reais (R$; circa 105,2 Mrd. Euro; Jahresdurchschnittskurs 2017: 1 Euro = 3,6054 R$). Der Sektor Industriechemikalien erwirtschaftete wie im Vorjahr 48 Prozent des Umsatzes und ist der mit Abstand wichtigste Chemiemarkt Brasiliens. Die höchsten Umsatzsteigerungen in US$ erzielten 2017 die Sektoren Pharmazeutika, Farben und Lacke, Reinigungsmittel und Industriechemikalien.

Auch die Importe von Chemikalien und chemischen Erzeugnissen stiegen 2017 erstmals wieder. Mit einem Importwert von 36,8 Milliarden US$ (Jahresdurchschnitt 2017: 1 Euro = 1,1297 US$) und Exporten im Wert von insgesamt 13,6 Milliarden US$ lag das Handelsbilanzdefizit des Sektors bei 23,2 Milliarden US$ und somit 5,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Marktsegmente für Agrarchemikalien entwickeln sich uneinheitlich

Einer der stabilsten Wirtschaftssektoren während der Rezession stieß auch die Konjunkturwende an. Mit einer Steigerung der Bruttowertschöpfung um 13 Prozent trug der Agrarsektor im vergangenen Jahr maßgeblich zu dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1 Prozent bei. Nach der Rekordernte 2016/2017 wird das Erntejahr 2017/2018 hauptsächlich aufgrund der Klimaeinflüsse von La Nina einen etwas geringeren Ertrag bringen. Die Bruttowertschöpfung soll 2018 nach aktuellen Hochrechnungen um fünf Prozent unter der des Vorjahres liegen.

Der Absatz von Dünger stieg 2017 um ein Prozent auf die neue Rekordmenge von 34,4 Millionen Tonnen. Während der Import insbesondere von Monoammoniumphosphat stark zulegte, ging die inländische Produktion, die sich auf einfaches Superphosphat konzentriert, noch stärker zurück. Damit intensivierte sich der Trend einer steigenden Importabhängigkeit des Sektors. Während 2007 noch 73 Prozent des Gesamtbedarfs importiert wurde, lag der Anteil 2017 bei 83 Prozent.

Entwicklung des brasilianischen Düngemittelmarktes (Menge in 1.000 t, Veränderung zum Vorjahr in %), 2017
Menge Veränderung der Gesamtmenge Veränderung Kalium Veränderung Phosphat Veränderung Stickstoff
Verkauf an Endabnehmer 34.439 1,0 k.A. k.A. k.A.
.davon reine Grundstoffe 15.356 *) 1,9 2,2 3,0 0,3
Inländische Produktion 8.185 -9,5 -2,8 -1,1 -29,1
Importmenge 26.305 7,5 5,7 14,0 6,7
Exportmenge 332 -39,6 k.A. k.A. k.A.

*) 5.853 Tausend t Kalium, 5.126 Tausend t Phosphat und 4.377 Tausend t Stickstoff

Quelle: ANDA

Nach der Übernahme der Düngemittelsparte des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale plant der US-Konzern Mosaic (20 Prozent Marktanteil) nun die Wiederbelebung des Kalium-Projektes Carnalita im nordöstlichen Bundesstaat Sergipe. Insgesamt könnte das Projekt bis zu 4 Milliarden US$ kosten. Die Stickstoff- und Phosphatdüngerfabrik Cubatão verkaufte Vale im Gegenzug an den Marktführer Yara (24 Prozent Marktanteil), der unmittelbar darauf im November 2017 Investitionen von 80 Millionen US$ in den Komplex bis 2020 ankündigte. Durch die strategische Ausrichtung auf Spezialdünger reduzierte Heringer seinen Anteil am Gesamtabsatz von 17 Prozent im Jahr 2015 auf mittlerweile 13 Prozent. Zusammen mit dem jetzt drittgrößten Hersteller Fertipar (15 Prozent) beliefern die vier Konzerne derzeit nahezu drei Viertel des brasilianischen Marktes. Der fünftgrößte Anbieter Cibra der US-amerikanischen Omimex-Gruppe will seinen Marktanteil von derzeit 5 Prozent auf 8 Prozent im Jahr 2022 ausbauen und kündigte dafür Investitionen von 80 Millionen US$ an.

Das kontinuierliche Wachstum lockt weiter multinationale Investoren an. Mitte 2016 trat Eurochem durch die Übernahme von Fertilizantes Tocantins in den brasilianischen Düngermarkt ein. Nun interessiert sich der russische Konzern Acron für den Eintritt und erwägt Investitionen im südlichen Bundesstaat Paraná.

Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln geht deutlich zurück

Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr um 1 Prozent erlebten die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln am brasilianischen Markt einen Einbruch von 8 bis 10 Prozent. Der Industrieverband Sindicato Nacional da Indústria de Produtos para Defesa Vegetal (Sindiveg) schätzte den Branchenumsatz 2017 auf nur noch 8,8 Milliarden US$. Den Hochrechnungen von Sindiveg zufolge ging das Importvolumen um fast 18 Prozent auf 4,2 Milliarden US$ zurück. Die Importmenge sank um 30 Prozent auf 290.500 Tonnen. Als Ursachen nennen Branchenvertreter die drastische Minderung der hohen Lagerbestände, den verstärkten Handel mit illegalen Produkten und die zunehmende Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut, das einen geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erfordert.

Die bereits hohen Preise für Pflanzenschutzmittel werden weiter steigen. Verschärfte Umweltvorschriften sorgen in der VR China für die Minderung der Produktion von Wirkstoffen. Infolgedessen rechnet der Hersteller Adama für verschiedene Produkte am brasilianischen Markt mit Preissteigerungen von 25 bis 30 Prozent. Über das Tochterunternehmen Adama verlagert der chinesische Konzern ChemChina die Produktion nun allmählich nach Brasilien. Auch BASFs Vize-Präsident für Pflanzenschutz in Lateinamerika Eduardo Leduc sieht in der Entwicklung am Weltmarkt einen Anreiz für Investitionen in die Produktion von Wirkstoffen Vorort.

Hersteller von Farben und Lacken erleichtert über Markterholung

Nach drei Jahren abnehmender Verkäufe mit einem Absatzrückgang um insgesamt 15 Prozent ergab sich 2017 die langerwartete Wende am Markt für Farben und Lacke. Im ersten Halbjahr stabilisierte sich der Absatz. Der hohe Anstieg der Nachfrage aus der Kfz-Industrie und der steigende Verkauf von Industriefarben und -lacken im zweiten Halbjahr führten insgesamt zu einem leichten Anstieg um fast zwei Prozent. Für 2018 erwartet der Branchenverband Associação Brasileira dos Fabricantes de Tintas (Abrafati) ein deutlicheres Wachstum von 2,5 Prozent bis 3 Prozent. Alle Segmente sollen 2018 bessere Ergebnisse erzielen. Besonders angetrieben werde das Wachstum wie auch schon 2017 durch die weiter steigende Kfz-Produktion. Neue Investitionen im Wohnungsbau dürften sich erst ab 2019 oder 2020 auf den Markt auswirken.

Absatz und Umsatz von Farben und Lacken (Menge in Mio. l, Umsatz in Mio. US$, Veränderung zum Vorjahr in %)
Absatzmenge 2017 (in Mio. l) Veränderung (in %) Umsatz 2016 (in Mio. US$) Umsatz 2017 (in Mio. US$)
Bautenanstrichmittel 1.279 0,2 2.352 k.A.
Industriefarben und -lacke 158 12,1 586 k.A.
Kfz-Reparaturlack 62 3,3 318 k.A.
Lacke für die Kfz-Industrie (OEM-Hersteller) 36 24,1 136 k.A.
Insgesamt 1.535 1,9 3.392 3.890

Quelle: Abrafati

Die Angebots- und Herstellerstrukturen verzeichnen nach wie vor keine Dynamik. Auch Investitionsankündigungen bleiben weiter aus. Abrafati erwartet die Wiederaufnahme erst nach einer Verstärkung der Markterholung.

Die weltweite Allianz gegen Blei in Farben (Lead Paint Alliance) steht kurz vor einem Erfolg in Brasilien. Über ein neues Gesetz soll die Maximalkonzentration von derzeit 600 Millionstel (parts per million - ppm) auf 90 Millionstel heruntergesetzt werden. Die Übergangsfristen sind ein Jahr für Bautenanstrichmittel sowie für Farben und Lacke, die in Schulen und bei Produkten für Kinder verwendet werden, und drei Jahre für alle weiteren Farben und Lacke. Bei Farben und Lacken für Verkehrssignale und -markierungen sollen fünf Jahre als Übergangszeit festgelegt werden.

Ergebnisse des brasilianischen Marktes für Druckfarben (in 1.000 t, Veränderung in %)
1. Quartal 2017 2. Quartal 2017 3. Quartal 2017 4. Quartal 2017 2017 Veränderung 2017/2016
Produktion 18,0 19,1 19,9 21,2 78,2 -5,1
Import 4,4 4,8 5,2 4,9 19,3 4,3
Export 0,9 1,0 0,7 1,1 3,7 -7,5
Inländische Nachfrage 21,5 22,8 24,4 25,0 93,7 -3,3

Quelle: Abitim

Ergebnisse des brasilianischen Marktes für Druckfarben (in Mio. US$, Veränderung in %)
1. Quartal 2017 2. Quartal 2017 3. Quartal 2017 4. Quartal 2017 2017 Veränderung 2017/2016
Produktion 81,0 82,5 88,6 89,8 341,9 2,9
Import 30,4 34,5 33,2 35,5 133,6 0,1
Export 3,6 3,7 3,0 4,1 14,4 -7,1
Inländische Nachfrage 107,8 113,3 118,8 121,2 461,1 2,4

Quelle: Abitim

Produktion von Industriechemikalien steigt weiter, Investitionen bleiben aus

Mit der Erholung der brasilianischen Industrie setzte 2017 auch eine wieder steigende Nachfrage nach Industriechemikalien ein. Nach drei Jahren des Rückgangs stieg der Umsatz in US-Dollar erstmals wieder. Der Sektor erwirtschaftete 58,1 Milliarden US$, mehr als zehn Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. In der Landeswährung legte der Umsatz 2017 um 1,3 Prozent auf die neue Rekordhöhe von 186 Milliarden R$ zu. Die Produktionsmenge, die laut dem Index von Branchenverband Abiquim bereits 2016 erneut gestiegen war, legte um knapp ein Prozent zu. Allerdings ging die Produktion der Chlor-Alkali-Industrie 2017 zum dritten Jahr in Folge um 2,2 Prozent zurück.

Trotz der positiven Entwicklung und Tendenz zeigt sich Abiquim besorgt. Die Importe gewannen nämlich mit einem Wachstum von 21,1 Prozent deutlich an Boden und bedienen mittlerweile 38 Prozent der Marktnachfrage. Darüber hinaus halten sich die Unternehmen mit Investitionen weiter zurück, zumal die Kapazitäten weiterhin nicht ausgelastet werden. Abiquim rechnet derzeit für den Zeitraum von 2017 bis 2022 mit einem Investitionsvolumen von nur 3,3 Milliarden US$. Darüber hinaus wurden weitere 2,3 Milliarden US$ bereits für Projekte aufgewandt, die noch nicht in Betrieb sind. Neue Ankündigungen erfolgen äußerst spärlich. Die Gruppe Sabará veröffentlichte im Oktober die Meldung, über 4,5 Millionen US$ in die Aufnahme der Produktion von Natriumchlorit in ihrem Werk in Santa Bárbara do Oeste (São Paulo) zu investieren.

Indikatoren der konjunkturellen Entwicklung - Industriechemikalien (Veränderung in %)
Indikator Oktober 2017 2) November 2017 2) Dezember 2017 2) 2017/2016
Produktion 1) 9,3 -5,1 -2,5 1,9
Inländischer Verkauf 1) -1,9 -0,7 -12,7 -0,5
Preisniveau 2,5 2,3 -0,2 5,7
Inländische Nachfrage 0,5 2,0 5,7 6,0
Kapazitätsauslastung 3) 86 84 81 79(-1 PP)

1) brasilianische Hersteller, 2) im Vergleich zum jeweiligen Vormonat, 3) Durchschnitt (Veränderung in Prozentpunkten)

Quelle: Abiquim

Aussichten auf Petrochemie-Investitionen verbessern sich

Der Verkauf von Kraftstoffen zog 2017 um 0,4 Prozent an. 2015 war der Verbrauch um 1,9 Prozent und 2016 um 4,5 Prozent zurückgegangen. Allerdings bewirkte die neue Preispolitik des halbstaatlichen Konzerns Petrobras einen hohen Anstieg der Kraftstoffpreise. Im zweiten Halbjahr führten die fast täglichen Anpassungen insgesamt zu einer Steigerung des Dieselpreises um 25,4 Prozent und des Benzinpreises um 29,5 Prozent.

Der Verbrauch von Erdgas nahm 2017 um 7,2 Prozent auf 65,85 Millionen Kubikmeter pro Tag zu. Dabei steigerte die Industrie den Verbrauch um 3,3 Prozent. Erdgas für Kfz (Compressed Natural Gas - CNG) legte um 8,7 Prozent zu. Angesichts der hohen Kraftstoffpreise wird sich diese Tendenz auch 2018 fortsetzen.

Verkauf von Kraftstoffen (in 1.000 cbm, Veränderung in %)
2015 2016 2017 Veränderung 2017/2016
Diesel 1) 57.211 54.279 54.772 0,9
Benzin C 2) 41.137 43.019 44.150 2,6
LPG 13.249 13.398 13.389 -0,1
Ethanol 3) 17.863 14.586 13.642 -6,5
Flugzeugkerosin 7.355 6.765 6.694 -1,0
Heizöl 4.932 3.333 3.385 1,6

1) Beimischungsanteil von Biodiesel: 7% (November 2014 bis Februar 2017), 8% (März 2017 bis Februar 2018), 10% (ab März 2018); 2) Gemisch aus Benzin A und wasserfreiem Ethanol (Mischungsverhältnis: 73 zu 27%, beziehungsweise 75 zu 25% bis März 2015); 3) wasserhaltiges Ethanol

Quelle: ANP

Die Produktion von Erdöl und Erdgas steigt kontinuierlich. Hingegen ging die Produktion von Derivaten weiter zurück: 2017 erneut um 4,5 Prozent auf insgesamt 105,8 Millionen Kubikmeter (cbm). Die Importe nahmen derweil um 26,1 Prozent auf 35,7 Millionen cbm zu. Die Aussicht auf eine mittelfristige Belebung ergibt sich hauptsächlich durch die erneuten Investitionen im Öl- und Gas-Sektor sowie durch die Investitionsförderprogramme Gás para crescer, Combustível Brasil, Reate und RenovaBio. Seit Anfang Januar 2018 debattiert zudem eine eigens gegründete Arbeitsgruppe des Energieministeriums Investitionsanreize im Bereich Raffinerie und Petrochemie.

Der Bundesstaat Ceará verhandelt mit der chinesischen Entwicklungsbank CDB und dem Chemiekonzern Qingdao Xinyutian Chemical über die Investition von 7,5 Milliarden US$ zur Fertigstellung der Raffinerie Premium II und der Petrochemieanlage in Pecém. Die Arbeiten am Petrochemiekomplex Comperj in Rio de Janeiro nahm Petrobras mittlerweile wieder auf. Der chinesische Konzern Shandong Kerui erhielt den Auftrag für den Bau der Erdgasverarbeitungsanlage UPGN Itaboraí. Ingenieurdienstleister ist Chemtech der Siemens-Gruppe, der aktuell auch den Bau des Gaskraftwerkes am Hafen von Açu (Rio de Janeiro) begleitet. Siemens ist hier auch als Investor beteiligt.

Produktion von Erdöl, Erdgas und Erdölderivaten (in Mio. cbm, in Mio. Barrel, in 1.000 cbm, Veränderung in %)
2015 2016 2017 Veränderung 2017/2016
Erdgas (Mio. cbm) 1) 35.126 37.890 40.117 5,9
Erdöl (Mio. Barrel) 2) 889,7 918,7 956,9 4,2
Diesel (1.000 cbm) 49.458 45.370 40.581 -10,6
Benzin A (1.000 cbm) 25.728 26.514 26.215 -1,1
Heizöl (1.000 cbm) 14.339 11.507 11.693 1,6
LPG (1.000 cbm) 7.426 7.330 7.420 1,2
Flugzeugkerosin (1.000 cbm) 5.657 5.789 6.169 6,6

1) einschließlich von Verlusten und Anlagenverbrauch; 2) ohne Berücksichtigung der Produktion von Flüssiggas (NGL)

Quelle: ANP

Neues Investitionsförderprogramm für Biokraftstoffe

Mit dem Förderprogramm RenovaBio legt Brasilien die Grundlage für den nationalen Handel mit CO2-Zertifikaten (CBios), der den Herstellern von Biokraftstoffen zusätzliche Einnahmen verschaffen soll. Kurzfristig wird die Ethanol-Erzeugung ohnehin aufgrund des geringen Weltmarktpreises für Zucker steigen. Im Trend liegt die Gewinnung von Ethanol aus Mais. Während 2015 erst 140 Millionen Liter Ethanol aus Mais gewonnen wurden, waren es 2017 bereits 480 Millionen Liter. Neue Investitionen kündigten zuletzt Inpasa, FS Bioenergia und Cerradinho Bioenergia an.

Auch der Biodiesel-Sektor verzeichnet neue Impulse. Anstatt auf 9 Prozent wurde der Beimischungsanteil am Dieselkraftstoff Anfang März 2018 bereits auf 10 Prozent angehoben. Die Produktion von Biodiesel soll 2018 die Fünf-Milliarden-Liter-Marke übertreffen.

Produktion von Biokraftstoffen (in 1.000 cbm, Veränderung in %)
2015 2016 2017 Veränderung 2017/2016
Ethanolkraftstoff 18.615 17.018 16.918 -0,6
Wasserfreies Ethanol *) 11.401 11.675 11.610 -0,6
Biodiesel 3.937 3.801 4.291 12,9

*) zur Beimischung zu Benzin

Quelle: ANP

Internetadressen

Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
Germany Trade & Invest http://www.gtai.de/brasilien Außenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
AHK Brasilien http://www.ahkbrasilien.com.br Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
Abiclor http://www.abiclor.com.br Verband der Chlor-Alkali-Industrie
Abiquim http://www.abiquim.org.br Verband der chemischen Industrie
Abitim http://www.abitim.org.br Verband der Industrie für Druckfarben
Abrafati http://www.abrafati.com.br Verband der Farbenhersteller
Anda http://www.anda.org.br Verband der Düngemittelindustrie
ANP http://www.anp.gov.br Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe
Sindiveg http://www.sindiveg.org.br Verband der Industrie für Pflanzenschutzmittel
Ubrabio http://www.ubrabio.com.br Verband der Biodieselhersteller
Química http://www.quimica.com.br Portal der chemischen Industrie

Dieser Artikel ist relevant für:

Brasilien Chemische Industrie, allgemein, Kunststoffe und Gummi, Petrochemie, Agrarchemikalien, Farben u. Lacke, Pigmente

Funktionen

Kontakt

Lennart Claßen

‎+49 228 24 993 311

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