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21.02.2018

Brasiliens Kosmetikmarkt hat hohe Erwartungen

Zeit für neue Produkte / Von Edwin Schuh (Januar 2018)

São Paulo (GTAI) - Die brasilianische Körperpflegemittel- und Kosmetikindustrie nimmt nach zwei schwachen Jahren wieder Fahrt auf. Der Branchenverband ABIHPEC prognostiziert für 2018 ein Wachstum der Verkäufe von 7,5 Prozent. Damit dürfte sich auch die Produktion erhöhen, auch wenn die importierten Basisstoffe hohe Kosten verursachen. Im Kosmetiksektor wurde Natura durch die Übernahme von The Body Shop zu einem Weltkonzern. (Kontaktadresse)

Die Erwartungen des Sektors für 2018 sind hoch. Laut des Verbands der Körperpflege- und Kosmetikindustrie ABIHPEC wird ein Wachstum der Verkäufe von 7,5 Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar (US$) erwartet. In den Jahren 2015 und 2016 war der Sektor stark eingebrochen und verzeichnete Rückgänge von 9,3 Prozent sowie 6,3 Prozent, 2017 wurde nur ein Wachstum von 2 Prozent erreicht. Damit sei nun auch wieder Platz für die Einführung neuer Produkte und eine Ausweitung der Produktion, so der Verband. Allerdings wirken sich die hohen Kosten für die oftmals importierten Basisstoffe negativ auf die Rentabilität der Hersteller aus. Neben dem schwachen Real verteuert ein wieder höherer Erdölpreis die Inputs. Gefragt werden von den Konsumenten immer stärker Multipacks, die mehrere, teils auch verschiedene komplementäre Produkte enthalten und mit Mengenrabatten werben.

Natura erwarb Mitte 2017 für 1,2 Milliarden US$ die britische Kette The Body Shop. Bereits 2013 hatte Natura die australische Marke Aesop übernommen. Damit ist Natura zu einem multinationalen Konzern aufgestiegen, der in 70 Ländern vertreten ist und 2017 einen Umsatz von 6 Milliarden US$ erwirtschaftete. Konkurrent O Boticario eröffnete im vergangenen Jahr 61 neue Läden in Brasilien, für dieses Jahr sind ebenfalls 60 bis 70 Eröffnungen geplant. Der Umsatz des Unternehmens stieg 2017 mit 6 Prozent auf 3,7 Milliarden US$ stärker als der Marktdurchschnitt, für 2018 wird ein ähnlicher Wert erwartet.

Marktführer bei Haarpflegemitteln L'Oreal wird Ende 2018 seine Fabrik in Rio de Janeiro schließen und die Produktion nach São Paulo verlagern, wo das Unternehmen eine modernere Fabrik hat. Dafür eröffnete L'Oreal 2017 in Rio de Janeiro sein erstes F&E-Zentrum in Lateinamerika, in welches rund 50 Millionen US$ investiert wurden. Es ist weltweit das siebte F&E-Zentrum, in Rio de Janeiro sollen nun Produkte speziell für den lateinamerikanischen Markt entwickelt werden.

Kontaktadresse

Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
Associação Brasileira da Industria de Higiene Pessoal, Perfumaria e Cosmeticos http://www.abihpec.org.br Verband für Kosmetika, Körperpflege- und Hygieneprodukte

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll, Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten in Brasilien sind unter http://www.gtai.de/brasilien abrufbar.

(E.D.S.)

Dieser Artikel ist relevant für:

Brasilien Körperpflegemittel und Kosmetika

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Judith Illerhaus

‎+49 228 24 993 248

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