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20.04.2017

Deutsche Firmen bewerten Kroatien wieder besser

Geschäftserwartungen laut Umfrage der AHK Kroatien deutlich positiver

Zagreb (GTAI) - Die Wirtschaftslage Kroatiens und die Geschäftsaussichten in dem jüngsten EU-Mitgliedsland werden von den dort tätigen deutschen Unternehmen spürbar günstiger eingeschätzt als in den Jahren davor. Ein großer Teil von ihnen rechnet für die nächste Zeit mit einer Verbesserung der Lage. Die meisten würden Kroatien wieder als Investitionsstandort wählen. Das ergab die jüngste Umfrage der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer unter ihren Mitgliedsfirmen. (Kontaktanschrift)

Zwei von drei der insgesamt 130 befragten Unternehmen schätzen die gegenwärtige Wirtschaftslage in Kroatien als gut oder befriedigend ein. Das ist deutlich besser als vor einem Jahr, als nur 41% der Firmen ein positives Votum abgegeben hatten. Noch schlechter war die Bewertung bei der Umfrage im Jahr 2014. Damals hatten nur 10% der Teilnehmer die Lage als günstig, 90% dagegen schlicht als schlecht bewertet.

Firmen schätzen eigene Geschäftsaussichten günstiger ein

Noch besser fiel bei der aktuellen Konjunkturumfrage die Einschätzung der eigenen geschäftlichen Situation aus. Als gut oder befriedigend bezeichneten 96% der Unternehmen die eigene Lage. Dies sei die beste Bewertung der wirtschaftlichen Lage im Land und der eigenen Situation der Firmen seit neun Jahren, so die AHK Kroatien.

Auch die Aussichten für die nächste Zeit werden günstiger eingeschätzt: Zwei Drittel der Firmen rechnen mit einer Verbesserung der eigenen Geschäftslage und nur 3% mit einer Verschlechterung. Damit einher geht eine deutlich positive Veränderung der Investitionsbereitschaft. Rund 47% der befragten Unternehmen erklärten, dass ihre Investitionsausgaben steigen und nur 10%, dass sie sinken würden. Vor drei Jahren hatte nur ein Drittel mit einer Steigerung und 18% sogar mit einer Reduzierung gerechnet.

Kroatien als Investitionsstandort günstiger bewertet

Befragt nach Standortvorteilen Kroatiens wurden vor allem die Qualifikation der Arbeitnehmer und deren Produktivität, die Mitgliedschaft des Landes in der EU und die gut ausgebaute Infrastruktur genannt. Als negativ und die wirtschaftliche Entwicklung bremsend nannten die Unternehmen vor allem die hohe Steuerbelastung, das Steuersystem und die Steuerbehörden, die öffentliche Verwaltung, die Korruption und Unberechenbarkeit der Wirtschaftspolitik.

Ungeachtet dessen erklärten auch bei der diesjährigen Umfrage 80% der befragten Unternehmen, dass sie auch heute wieder in Kroatien investieren würden. Im Vergleich mit anderen Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas verbesserte sich Kroatien damit als Investitionsstandort um einen Platz und belegt nun Rang sieben von zwanzig bewerteten Ländern. Vor Kroatien liegen bei der diesjährigen Umfrage Tschechien, Polen, die Slowakei, Estland, Slowenien und Lettland.

Kontaktanschrift

Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer

Strojarska cesta 22/11, 10000 Zagreb, Kroatien

Tel.: 00385 1/6 31 16-00, Fax: -30

E-Mail: info@ahk.hr, Internet: http://kroatien.ahk.de

(W.L.)

Dieser Artikel ist relevant für:

Kroatien Investitionen (Inland), Investitionsklima, allgemein

Kontakt

Ingeborg Kozel

‎+49 228 24 993 365

Suche / Mann mit Lupe | © GettyImages/BernardaSv

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