Suche

07.12.2018

Eurasische Wirtschaftskommission will Reinheitsgebot für Bier lockern

International tätige Brauereien profitieren von neuen Regeln

Bonn (GTAI) - In der Eurasischen Wirtschaftsunion soll der erlaubte Anteil an Malzersatzstoffen im Bier auf 50 Prozent steigen. Das vergünstigt die Herstellung, mindert aber die Qualität.

Bierhersteller sollen in der Eurasischen Wirtschaftsunion künftig Bier verkaufen dürfen, dessen Braumalz zur Hälfte aus Ersatzstoffen besteht. Dies geht aus dem Entwurf einer neuen Alkoholverordnung hervor, den die Eurasische Wirtschaftskommission am 20. November 2018 genehmigt hatte.

Die geplante neue Verordnung ermöglicht es Bierproduzenten, den Gerstensaft für die Märkte der Eurasischen Wirtschaftsunion günstiger herzustellen, wenn sie Ersatzstoffe verwenden. Entsprechend könnte dort Bier mit einer geringeren Qualität als in Deutschland verkauft werden, wo das Braumalz entsprechend dem Reinheitsgebot aus Gerste oder Weizen besteht. Stattdessen verwenden internationale Hersteller bevorzugt Mais oder Reis und setzen dem Bier Zuckercouleur zu, eine Lebensmittelfarbe aus karamellisiertem Zucker.

Verordnung ist noch nicht in Kraft

Rechtskräftig wird die Alkoholverordnung erst nach einer abschließenden Abstimmung im Eurasischen Wirtschaftsrat. Danach wird eine Übergangsfrist von zwei Jahren beginnen. Den Mitgliedstaaten steht bevor, ihre nationale Gesetzgebung zur Produktion und Kennzeichnung von alkoholischen Getränken anzupassen. Kwas, Kefir oder Bier mit einem Alkoholgehalt unter 0,5 Prozent sind davon betroffen.

Weitere Informationen zur Eurasischen Wirtschaftsunion gibt es auf dem Informationsportal http://www.eawu.ahk.de.

(DVO)

Dieser Artikel ist relevant für:

Russland, Weißrussland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Armenien Nahrungs- und Genussmittel, allgemein, Getränke

Funktionen

Kontakt

Boris Alex

‎+49 30 200 099 605

Suche / Mann mit Lupe | © GettyImages/BernardaSv

Suche

Recherchieren Sie aktuelle Marktanalysen, Wirtschaftsdaten, Zoll- und Rechtsinformationen, Projekte und Ausschreibungen aus über 120 Ländern.

Zur Suche