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28.11.2018

Eurasische Wirtschaftsunion begrenzt zollfreie Einfuhr für Privatpersonen

Geringere Wert- und Mengengrenzen treffen den E-Commerce / Von Dominik Vorhölter

Bonn (GTAI) - Paketsendungen aus dem Ausland in die Eurasische Wirtschaftsunion werden teurer: Ab 1. Januar 2019 gelten für Privatpersonen strengere Bestimmungen für zollfreie Importe.

Die Eurasische Wirtschaftsunion begrenzt die zollfreie Einfuhr von Waren für den privaten Gebrauch. Eine entsprechende Änderung des Zollkodex trat am 11. November 2018 in Kraft. Die neuen Bestimmungen gelten ab dem 1. Januar 2019. Dann fallen auf Waren, die teurer als 500 Euro sind und mehr als 25 Kilogramm wiegen, Zollgebühren an. Bisher lag die Begrenzung bei 1.500 Euro Warenwert und einem Gewicht von 50 Kilogramm.

Neue Zollbestimmungen gelten für Einfuhren auf dem Landweg

Jedes Kilogramm zu viel kostet ab Januar 2019 mindestens vier Euro. Für Waren über einem Wert von 500 Euro, verlangt der Zoll dann eine Gebühr von 30 Prozent des Warenwertes. Diese Regelungen gelten nicht für die Einfuhr von alkoholischen Getränken.

Betroffen sind Personen, die mit Bus, Auto oder mit der Bahn nach Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan oder Armenien einreisen. Auch Empfänger von Paketsendungen trifft dies, wenn Waren über den Landweg verschickt werden. Somit wirken sich die niedrigeren Einfuhr- und Wertgrenzen auf den Onlinehandel (cross-border e-Commerce) aus.

Keine Änderungen bei Einfuhr mit dem Flugzeug

Lediglich bei der Einreise mit dem Flugzeug dürfen Passagiere wie bisher noch Waren im Wert von bis zu 10.000 Euro und mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm in die Eurasische Wirtschaftsunion zollfrei mitnehmen.

Zuvor hatte sich die Eurasische Wirtschaftskommission darauf geeinigt, die Bestimmungen für die zollfreie Einfuhr schrittweise anzupassen. Ursprünglich sollte die Begrenzung vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 auf 1.000 Euro, dann vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 auf 750 Euro und erst ab dem 1. Januar 2021 auf 500 Euro sinken. Ebenso sollte die Schwelle für das Gewicht der Waren zunächst vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 von 50 auf 35 Kilogramm fallen.

Weitere Informationen zur Eurasischen Wirtschaftsunion finden Sie auf dem Informationsportal http://www.eawu.ahk.de.

Dieser Artikel ist relevant für:

Armenien, Weißrussland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland E-Commerce

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Katrin Kossorz

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