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19.06.2019

Indiens Druckindustrie entwickelt sich dynamisch

Verpackungen und Publikationen treiben Wachstum an / Von Rainer Jaensch (März 2019)

New Delhi (GTAI) - Indiens Druckindustrie wächst kräftig, vor allem im Verpackungsbereich. Zeitungen und Zeitschriften legen ebenfalls zu. Entsprechend zieht der Maschinenimport an.

Druckgewerbe: Branche mit Wachstumspotenzial

Allgemeine Markttrends: Perspektiven hellen sich auf

Die führende indische Fachmesse PRINTPACK zeigte sich Anfang Februar 2019 nicht nur als Spiegelbild des Druck- und Verpackungsmarktes, sondern auch des allgemeinen Konsum- und Investitionsklimas. Dieses hatte 2017 durch eine abrupte Bargeldreform und die Einführung einer landesweiten Umsatzsteuer einen spürbaren Dämpfer erfahren. Das scheint jetzt überwunden, so dass nun eine Erholung des Druckmarktes erkennbar ist, konstatierten Aussteller.

Besonders dynamisch zeigt sich alles, was mit der Verpackung und Etikettierung schnell umlaufender Konsumgüter zu tun hat. Die Umsätze hierfür steigen um 10 bis 15 Prozent und dürften ihre Dynamik in absehbarer Zeit beibehalten. Der Druckereimarkt insgesamt wächst mit mittleren einstelligen Zuwächsen nur halb so stark. Aber auch damit ist Indien einer der weltweit dynamischsten Druckereimärkte und hat noch erhebliches Wachstumspotenzial.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Verpackungen liegt deutlich unter dem der anderen Schwellenländer. Im Buchdruck ist Indien bereits entsprechend seiner Stellung als sechstgrößter Volkswirtschaft der Welt die Nummer sechs unter den globalen Buchmärkten. Eine junge und wissbegierige Bevölkerung wird die Nachfrage nach Büchern und Periodika weiter antreiben.

Investitionen in mehr Qualität und Effizienz

Auf der PRINTPACK waren selbstverständlich die neuesten Maschinen zu sehen, aber auch Gebrauchtmaschinenhändler zeigten ihr Angebot. Schließlich sei der Markt für letztere größer als für Neuprodukte, so die Einschätzung aus Händlerkreisen. Fehlendes Eigenkapital und niedrige Arbeitslöhne lassen gebrauchte Maschinen als ausreichend erscheinen. Somit ist der Bestand an alter und halbautomatischer Drucktechnik noch relativ hoch.

Aufgrund steigender Löhne und Energiekosten, strengerer Umweltauflagen sowie zunehmendem Wettbewerb und Exportorientierung müssen die Druckereien jedoch in effizientere und moderne Produktionstechnik investieren. Gleichzeitig sollten sie in gut ausgebildete Techniker investieren, an denen es bislang noch mangelt. Ausgehend von einer niedrigen Basis nimmt bei den Druckunternehmen langsam die Digitalisierung zu. Bislang erwirtschaften sie weniger als 5 Prozent ihrer Einkünfte auf digitalem Weg.

Zeitungen und Zeitschriften: Auflagen steigen weiter

Der Druck von Zeitungen und Zeitschriften läuft insgesamt mit mittleren einstelligen Zuwächsen, erklärten deutsche Hersteller von Druckmaschinen auf der Messe. Während die englischsprachige Presse eher stagniert, florieren die regionalen Blätter in den unterschiedlichen Sprachen Indiens. Bei den Zeitschriften scheint die Gesamtauflage konstant zu bleiben, die Zahl der Publikationen ist hingegen gestiegen.

Zwar zieht das Internet vor allem bei jungen Lesern das Interesse von gedruckten Medien ab, unterm Strich gehen aber die Umsätze von Print News weiter in die Höhe. So nahmen die Einnahmen der Druckmedien aus Verkauf und Werbung im Fiskaljahr 2017/18 (1. April bis 31. März) um 7,1 beziehungsweise 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zuvor, ermittelte eine Analyse des Wirtschaftsprüfers KPMG. Im Zeitraum 2018 bis 2023 soll sich der Zuwachs für beide Einnahmearten auf jahresdurchschnittlich 5,9 Prozent abschwächen. Die englischsprachigen Zeitungen, deren Einnahmen aus Werbung und Verkauf 2017/18 nur noch um 1,5 Prozent stiegen, geraten zunehmend unter Druck.

Zeitungen in Hindi und regionalen Sprachen legten um 4,6 und 4,2 Prozent zu. Blätter in regionalen Sprachen dürften noch weiter Marktanteile von Zeitungen in Hindi wegnehmen. Erstere legen vor allem in kleineren Städten und auf dem Land zu. Die Leser dort sind an lokalen und authentischen Informationen interessiert und weniger anfällig für das Internet, das zudem oftmals mit Falschnachrichten belastet ist.

Auch hat das Leserpotenzial vor allem im ländlichen Raum noch reichlich Luft nach oben. Laut des Indian Readership Survey 2017 werden erst 38 Prozent der indischen Bevölkerung und damit 395 Millionen Menschen als Leser eingestuft, davon 98 Prozent von Zeitungen und 20 Prozent von Zeitschriften. Mit zunehmender Tendenz finden sich die neuen Leser im ländlichen Raum (14,4 Prozent Zuwachs gegenüber 8,3 Prozent in den Städten). Demnach befand sich 2017 mit 52 Prozent bereits die Mehrzahl der Leserschaft im ländlichen Raum.

Die Gesamtzahl der Publikationen lag Ende März 2018 bei 118.239, davon 17.573 Zeitungen und 100.666 Zeitschriften. Trotz der hohen Zahl kommen neue Publikationen hinzu, alleine 2017/18 stattliche 3.704, während nur 285 ihr Erscheinen einstellten.

Die meistgelesene Tageszeitung war 2017/18 mit einer täglichen Auflage von 5,1 Millionen (Vorjahr: 4,7 Millionen) "Dainik Bhaskar" gefolgt von "The Times of India" mit unverändert 4,3 Millionen Exemplaren. Größte Wochenzeitung war mit einer leicht rückläufigen Auflage von 0,8 Millionen "The Sunday Times of India".

Werbedruck/Geschäftsdruck/Formulardruck: Wachstum schwächt sich ab

Der Druck von Werbung und Broschüren wächst nach Einschätzung von Ausstellern auf der PRINTPACK mit etwas über 10 Prozent. Nach dem Media- and Entertainment Report aus 2018 von KPMG sollen die Einnahmen aus gedruckter Werbung im Zeitraum 2018 bis 2023 um durchschnittlich 5,9 Prozent jährlich steigen ausgehend von gut 3 Milliarden US-Dollar (US$) 2018.

Bei Formularen wird mittel- und langfristig mit einem sinkenden Bedarf gerechnet. Denn Steuerabrechnungen und allgemeiner Geschäftsverkehr werden zunehmend elektronisch abgewickelt. Auch die Nachfrage nach Schreibwaren dürfte sich tendenziell abschwächen.

Bücher: Bildung treibt die Nachfrage

Indien ist bereits der sechstgrößte Büchermarkt der Welt, der zweitgrößte für englischsprachige Bücher, und er wächst weiter mit zweistelligen Zuwächsen. Der Nielsen India Book Market Report 2015 schätzte den indischen Buchhandel 2017/18 auf 7,3 Milliarden US$. Davon entfielen 73 Prozent auf Schulbücher, 22 Prozent auf Hochschulbücher und 5 Prozent auf Literatur- und Sachbücher. Getrieben wird das Wachstum von Bildungsbüchern, die um jahresdurchschnittlich 20 Prozent zulegen. Bei anderen Büchern sind es 8,5 Prozent. Auch Anbieter von Buchdruck- und Bindemaschinen auf der Messe PRINTPACK sehen in ihrer Sparte über 10 Prozent Wachstum, vor allem getrieben vom Bildungssektor. Schließlich gibt es in Indien rund 260 Millionen Schüler und 30 Millionen Studenten, letztere sind an 712 Universitäten eingeschrieben. Die Zahl der Hochschüler nimmt jährlich um 12 Prozent zu.

Über 9.000 Buchverlage - viele davon kleine, familiengeführte Firmen - veröffentlichen Bücher in ungefähr 16 Sprachen. Dominierend sind jedoch die großen Verlage, so die Firma Navneet Education Ltd., die 2017/18 ihren Umsatz um 4,3 Prozent auf 164 Millionen US$ steigerte. Auch internationale Buchverleger mischen auf dem indischen Markt mit, wie etwa die großen Konzerne Penguin Random House, HarperCollins, Macmillan und Hachette. Zu den bedeutenden Verlagen zählen auch News Corp, Bertelsmann, HT Media und Roli Books.

Verpackungsdruck und Etiketten: Konsum und Nachholbedarf treiben Wachstum

Zuversichtlich zeigten sich bei der Messe die Hersteller von Maschinen, Ausrüstungen und Hilfsmitteln für Verpackungen und Labels. Sie sehen ihr Geschäft weiterhin um 10 bis 15 Prozent wachsen. Einen ähnlichen Anstieg prognostiziert der deutsche Maschinenbauverband VDMA, der den indischen Markt für Verpackungsdruck von 2016 bis 2020 von 12,2 Milliarden auf 18,6 Milliarden US$ wachsen sieht.

Umsätze in Indiens Verpackungsdruck (in Mrd. US$)
2016 2020 *)
Flexible Verpackungsmaterialien 3,7 5,6
Wellpappe 3,6 5,5
Faltschachteln 2,6 3,9
Etikettendruck 1,4 2,2
Andere(u.a. Direktdruck auf Glas und Metall) 0,9 1,4
Insgesamt 12,2 18,6

*) Prognose

Quelle: Studie des VDMA, US-Drucktechnikverband NPES und Economist Intelligence Unit

Der gesamte Verpackungsmarkt soll mit jahresdurchschnittlichen Raten von 15 Prozent wachsen und 2025 einen Umsatz von 32 Milliarden US$ erreichen, schätzen Branchenanalysten. Über 30 Prozent stellen dabei Papierverpackungen und Kunststoffe. Flexible Verpackungen legen dabei stärker zu als jene aus starren Materialien.

Angetrieben wird der Verpackungsdruck von der um über 10 Prozent steigenden Nachfrage nach schnell umlaufenden Konsumgütern: von Nahrungs- über Reinigungs- und Körperpflegemittel bis zu Pharmazeutika. Hinzu kommt der Nachholbedarf, weil viele Produkte noch unverpackt verkauft werden. So liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Verpackungen in Indien erst bei 8,7 Kilogramm gegenüber 19 Kilogramm in Taiwan. Auch werden Lebensmittelsicherheit und Verpackungsnormen strikter. Zunehmend kleinere städtische Haushalte und Zweckmäßigkeit erfordern ebenfalls mehr Verpackung. In dieselbe Richtung drängt der rasant wachsende E-Commerce und der sich ausbreitende moderne Einzelhandel. Retorten, aseptische sowie biologisch abbaubare Verpackungen gehören zu den neuen Trends.

Verpackungsindustrie sucht Ersatz für Kunststoffe

Luftverschmutzung und Plastikmüll, der teils offen verbrannt wird, haben in Indien nahezu unerträgliche Ausmaße erreicht. Dementsprechend will die Zentralregierung bis 2022 Einwegplastikverpackungen abschaffen. In 25 der 29 Bundesstatten Indiens gelten bereits Einschränkungen hierfür und ab dem 1. Juli 2019 ist die Verpackung von Lebensmitteln in recyceltem Kunststoff untersagt. Demnach muss die Industrie teilweise auf Papierverpackungen umschwenken, was sich auch bereits auf der Messe PRINTPACK zeigte.

In der Verpackungsbranche sind überwiegend kleine bis mittlere Unternehmen aktiv. Viele von ihnen arbeiten noch mit halbautomatischen Maschinen. Aufgrund der niedrigen Lohnkosten ist der Mechanisierungsdruck nicht so wesentlich, erklärten europäische Maschinenanbieter auf der Messe. Führend in der Branche sind jedoch Großunternehmen, die auch weltweit investieren.

Größte Aktiengesellschaften im Verpackungssektor (Umsätze in Mio. US$)
Firma 2016/17 *) 2017/18 *) Veränderung in %
Uflex 550 548 -0,4
Jindal Poly Films 392 434 10,7
Huhtamaki PPL 316 336 6,3
Time Technoplast 225 255 13,3
Flexituff Ventures International 188 167 -11,2
Polyplex Corporation 138 165 19,6
Essel Propack 127 123 -3,1
Garware Polyester 128 118 -7,8
Ester Industries 110 117 6,4
Everest Kanto Cylinder 36 48 33,3

*) Finanzjahr 1.4. bis 31.3.; 1 US$ = 71 indische Rupien (iR); Stand: 22.02.2019

Quelle: Bombay Stock Exchange (BSE)

Marktstruktur/Wettbewerb: Druckindustrie steht unter Druck

Für das Fiskaljahr 2016/17 erfasste das indische Statistikamt mit 3.578 aktiven Druckereien 161 weniger als im Vorjahr. Ihr Produktionswert ist hingegen um 2,7 Prozent auf 5,5 Milliarden US$ gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 3,4 Prozent auf 160.407 zu.

Die tatsächliche Zahl der Druckereien dürfte jedoch wesentlich höher liegen, da viele kleine Betriebe statistisch und steuerlich nicht erfasst sind. So schätzt der Verband All India Federation of Master Printers die Zahl der Druckereien auf ungefähr 250.000 mit 1,5 Millionen Beschäftigten. Sie gehören zum sogenannten unorganisierten Sektor und sind nicht offiziell registriert. Insgesamt dürfte die Konzentration in der Branche und auch der Wettbewerbsdruck steigen.

Druckindustrie in Indien 1)
2015/16 1) 2016/17 1)
Erfasste aktive Betriebe 3.739 3.578
Beschäftigte 155.196 160.407
Output 2) 5.346 5.492
Wert an Maschinen, Anlagen und Bauten 2) 1.960 2.271
Bruttoanlageninvestitionen 2) 243 333

1) Finanzjahr 1.4. bis 31.3.; 2) in Mio. US$; 1 US$ = 71 iR; Stand 22.02.2019

Quelle: Annual Survey of Industries, Ministry of Statistics and Programme Implementation (MOSPI)

Rund um die Wirtschaftsmetropole Mumbai im Bundesstaat Maharashtra sind zahlreiche Druckereien angesiedelt. In diesem Bundesstaat wird ungefähr ein Fünftel der gesamten Druckerzeugnisse produziert. Es folgen die bevölkerungsreichen Bundesstaaten Uttar Pradesh (15 Prozent des Produktionswertes), Tamil Nadu (12 Prozent) und Karnataka (10 Prozent).

Neben den großen lokalen Medienhäusern wie der India Today Media Group mit der Druckfirma Thomson Press und der Bennet Coleman and Co. Ltd. sind auch Niederlassungen internationaler Konzerne in Indien aktiv. Die zum deutschen Mutterhaus gehörende Burda Media India Pvt. Ltd. ist nach eigenen Angaben der größte internationale Zeitschriftenverleger in Indien und beschäftigt in Delhi und Mumbai über 150 Mitarbeiter. Burda druckt Bücher, Magazine und Kataloge für in- und ausländische Kunden.

Verlagsgewerbe: Branche ist stark fragmentiert

Offiziell waren Ende März 2018 insgesamt 118.239 Publikationstitel und damit 3.419 mehr als vor Jahresfrist registriert. Davon entfielen 17.573 Titel auf Zeitungen und das Gros von100.666 Titeln auf Zeitschriften und andere Periodika.

Als größter Herausgeber von Druckmedien gilt der Medienkonzern Bennet Coleman and Co., der 2017/18 Einnahmen in Höhe von 950 Millionen US$ erzielte. Weitere große Druckmedienkonzerne sind HT Media mit 416 Millionen US$, DB Corp. mit 365 und Jagran Prakashan mit 295 Millionen US$ Umsatz.

Werbung: Ausgaben für Printwerbung legen wieder zu

Wie die Wirtschaft so hat auch die gedruckte Werbung 2017 durch die Bargeldreform und die Mehrwertsteuereinführung einen Dämpfer erfahren und nahm lediglich um 1 Prozent zu. 2018 dürfte sie zumindest mit mittleren bis höheren einstelligen Raten zugelegt haben und das Tempo auch 2019 - zusätzlich beflügelt durch die Parlamentswahlen im April und Mai - beibehalten. Für den Zeitraum 2018 bis 2020 rechnen Branchenkenner mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der Druckwerbung um rund 5 Prozent.

Werbung auf anderen Kanälen läuft hingegen schneller. So sieht KPMG in seinem India Media and Entertainment Report 2018 die Digitalwerbung von 2018 bis 2023 um jahresdurchschnittlich 30 Prozent, TV-Werbung um 13,7, Radiowerbung um 10,2 und Außenwerbung um 9,2 Prozent zulegen. Schlusslicht ist die Printwerbung mit 5,9 Prozent Zuwachs. Dieser Block soll aber 2018/19 mit 3,2 Milliarden US$ immer noch den zweitgrößten Werbeetat stellen, nach der Fernsehwerbung mit 3,6 Milliarden US$. Es folgt mit 2,2 Milliarden US$ die Digitalwerbung, die bereits 2020/21 die gedruckte Werbung überrunden soll. Außenwerbung kommt 2018/19 nach der KPMG-Analyse auf 0,5 Milliarden und Radiowerbung auf 0,4 Milliarden US$. Der gesamte Werbemarkt würde sich 2018/19 auf 9,8 Milliarden US$ belaufen und in den nachfolgenden fünf Jahren um jahresdurchschnittlich 15,2 Prozent zulegen.

Der um annähernd 10 Prozent expandierende Markt für Außenwerbung wird durch Werbekampagnen mit großflächigen Plakatwänden, die sich am Straßenrand ausbreiten, gespeist. Einzelhändler setzen zunehmend Werbetafeln und Banner ein. Auch nimmt für Werbezwecke der Druck von Spezialeffekten um über 10 Prozent zu, war auf der PRINTPACK zu hören, genauso wie das Bedrucken von Textilien, nicht zuletzt für Einzelkunden.

Import an Druckmaschinen zieht an

Die Einfuhr an Druckmaschinen und Teilen der HS-Warengruppe 8443 dürfte 2018 zugenommen haben. Zumindest deutet der Importwert von April bis Dezember 2018 mit 1,2 Milliarden US$ gegenüber 1,3 Mrd. im gesamten Fiskaljahr 2017/18 darauf hin. Demnach kann der Gesamtimport 2018/19, wenn sich der Trend der ersten neun Monate fortgesetzt hat, um 21 Prozent gestiegen sein.

Indische Einfuhr von Druckmaschinen und Teilen (HS-Pos. 8443 in Millionen US$)
Länder 2017/18 1) 2018 2)
Insgesamt 1.284 1.163
China 457 323
Singapur 36 168
Japan 208 96
Deutschland 86 68
Philippinen 72 68
Italien 56 54
Hong Kong 3 50
Vietnam 48 47
Niederlande 5 33
USA 38 32

1) Finanzjahr 1.4. bis 31.3.; 2) April bis Dezember; 3) Wechselkurs 1 US$ = 71 iR, Stand 22.02.2019

Quelle: Export Import Databank, Ministry of Commerce

Die Einfuhr aus Deutschland kann demnach mit mittleren einstelligen Raten gewachsen sein, die aus Italien und den USA mit zweistelligen Raten und aus den Niederlanden noch stärker. Lieferungen aus Japan und China mussten hingegen Einbußen hinnehmen. China bleibt jedoch unangefochten das wichtigste Lieferland. Die ebenfalls bedeutenden Einfuhren aus den Stadtstaaten Singapur und Hongkong dürften auf die Transitfunktion der beiden Handelsdrehscheiben zurückzuführen sein.

Deutsche Druckmaschinenhersteller zeigen sich hinsichtlich ihrer Lieferungen nach Indien zuversichtlich und setzen auf ein moderates Wachstum. Gewisse Sorgen bereite die schwache indische Rupie, die jedoch im März 2019 wieder an Wert gewonnen hat.

Kontaktadressen

Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
All India Federation of Master Printers (AIFMP) http://aifmp.org Verband
Indian Printing Packaging and Allied Machinery Manufacturers Association (IPAMA) https://printpackipama.com Verband
Label Manufacturers Association of India (LMAI) http://www.lmai.in Verband
Ipp Services, Training and Research Company (IPP Star) https://ippstar.org Marktforschung und Training
Printweek http://www.printweek.in Fachmagazin
Indian Printer and Publisher Magazin https://indianprinterpublisher.com Fachmagazin
Indiamart http://www.indiamart.com E-Commerce Plattform für Industriegüter
Media Expo https://media-expo-newdelhi.in.messefrankfurt.com/newdelhi/en/visitors/welcome.html Messe für Außenwerbung, Werbedruck, Signage; 6.09. bis 8.09.2019 in Delhi
Printfair http://www.printfair.in Messe der Drucktechnik und Papierverarbeitung; 10.04. bis 13.4.2019 in Bengaluru
N Printech Today http://nprintech.com Messe der Drucktechnik; 3.05. bis 5.05.2019 in Chennai
Printexpo http://www.intelexpo.com/PrintExpo Messe der Drucktechnik; 14.06. bis 16.06.2019 in Chennai
Packplus http://www.packplus.in Messe der Verpackungs- und Drucktechnik; 28.08. bis 31.08.2019 in Delhi
Pamex 2020 http://www.pamex.in Messe der Druckindustrie und -technik; 6.01. bis 9.01.2020 in Mumbai

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll und Ausschreibungen in Indien können Sie unter http://www.gtai.de/indien abrufen. Die Seite http://www.gtai.de/asien-pazifik bietet einen Überblick zu verschiedenen Themen in Asien-Pazifik.

Dieser Artikel ist relevant für:

Indien Druck-, Verlagserzeugnisse, Druck- und Papiermaschinen

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