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20.03.2019

Italien überholt Vereinigtes Königreich als deutscher Handelspartner

Bilateraler Warenaustausch trotzt widrigen Faktoren / Von Oliver Döhne

Mailand (GTAI) - Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Italien erreichte 2018 erneut einen Rekord. Italien war damit fünftwichtigster Handelspartner.

Obwohl die Konjunktur sowohl in Italien als auch in Deutschland zurzeit schwächelt, blüht der bilaterale Handel weiterhin auf. Laut Statistischem Bundesamt stieg das Handelsvolumen 2018 um 7,8 Prozent auf etwa 130 Milliarden Euro. Unter den Top 10 der deutschen Handelspartner legten der bilaterale Warenaustausch nur mit Polen und den Niederlanden noch stärker zu. Damit überholte Italien das Vereinigte Königreich und war Ende 2018 der fünftgrößte deutsche Handelspartner hinter China, den Niederlanden, den USA und Frankreich.

Deutsche Pharmazeutika legen in Italien stark zu

Der deutsche Export nach Italien stieg 2018 um 7 Prozent auf rund 70 Milliarden Euro, womit Italien sechstwichtigster deutscher Absatzmarkt hinter den USA, Frankreich, China, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich ist. Während Kfz und -Teile, Lebensmittel und Chemikalien im Vergleich zum Vorjahr einbüßten, legten besonders Pharmazeutika, Elektronik, Eisen und Stahl, Mess- und Regeltechnik, aber auch Schuhe, Holz und Papierhalbstoffe deutlich zu.

Deutscher Export nach Italien nach ausgewählten Warengruppen, 2018
Ware Export (in Mrd. Euro) Veränderung 2018/2017 (in %)
Kfz 11,4 -8,1
Maschinen 9,6 5,9
Lebensmittel/Getränke 4,9 -2,8
Pharmazeutika 4,7 67,6
Elektrotechnik 4,1 10,4
Kunststoffe 3,9 1,5
Elektronik 3,3 10,4
Mess-, Prüf- und Regeltechnik 2,4 5,3
Eisen und Stahl 2,2 5,7
NE-Metalle 2,0 7,1
Chemikalien 2,0 -0,8
Insgesamt 70,0 7,0

Quelle: Statistisches Bundesamt

Beim deutschen Maschinenexport nach Italien legten besonders solche für die Landwirtschaft, die Metallbearbeitung sowie die Papier- und Druckindustrie sowie elektrische Generatoren, Spezialmaschinen und Strahltriebwerke zu. Bei den Lebensmitteln sank die Ausfuhr von Fleisch-, Getreide- und Milcherzeugnissen, während Getränke sowie Gemüse und Früchte besser abschnitten als im Vorjahr.

MKT201903198003.14

Italien liefert deutlich mehr Chemikalien

Der deutsche Import aus Italien stieg 2018 sogar um etwa 8,8 Prozent auf rund 60 Milliarden Euro, wodurch der deutsche Handelsbilanzüberschuss auf rund 10 Milliarden Euro zurückging. Gefragteste italienische Produkte waren Maschinen, Kfz- und Teile, Gemüse und Früchte, organische Chemikalien, Pharmazeutika, Metallwaren, Bekleidung, Kunststoffe, NE-Metalle, Getränke und Schuhe. Die höchsten Wachstumsraten erzielten organische Chemikalien, Pharmazeutika, Eisen und Stahl, NE-Metalle, Kunststoffe und Spezialmaschinen, während Bekleidung und Textilien, Fleischerzeugnisse, Gemüse und Früchte rückläufig waren.

Weitere Informationen zu Italien finden Sie unter http://www.gtai.de/Italien.

Dieser Artikel ist relevant für:

Italien Export, Import, Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland, Außenhandel / Struktur, allgemein

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