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22.08.2019

Kraftwerksprojekte in Mosambik machen Fortschritte

Deutlicher Ausbau der Kapazitäten geplant / Von Fausi Najjar

Johannesburg (GTAI) - Der Projektmarkt für Kraftwerke ist in Mosambik in Bewegung. Zuletzt sind die Realisierungschancen für drei Vorhaben gestiegen.

In Mosambik werden die Kapazitäten zur Stromerzeugung weiter aufgestockt. So haben sich Regierung und Beluluane Gas Company im Zusammenhang mit einem geplanten Gaskraftwerk auf die Bedingungen für eine 30-jährige Konzession geeinigt. Das Kraftwerk würde eine Kapazität von 2.000 Megawatt (MW) aufweisen. Als Standort ist die Freihandelszone Beluluane Industrial Park in der Provinz Maputo vorgesehen.

Die Kosten des gesamten Vorhabens belaufen sich laut Regierungsstellen auf 2,8 Milliarden US-Dollar (US$). Geplant ist, den erzeugten Strom in Mosambik, aber ebenfalls ins Ausland - insbesondere nach Südafrika - zu verkaufen. Zu den Abnehmern soll auch das Aluminiumwerk Mozal im Beluluane Industriepark gehören.

In einer ersten Phase wird der Brennstoff für das Kraftwerk importiert werden müssen, da Erdgas aus den Feldern Pande und Temane wegen anderweitiger Lieferverträge nicht zur Verfügung steht. Erst mit der Erdgasförderung aus dem Rovuma-Becken dürfte sich das ändern. Das Rovuma-Becken liegt vor den Küsten Mosambiks und Tansanias und birgt große Erdgasvorkommen. Eine Gas-Pipeline zum Hafen Matola - in der Hauptstadt Maputo - ist in den Plänen inbegriffen.

Das Beluluane Gas Konsortium setzt sich aus den Unternehmen Gigawatt, Aggreko, CTRG, Livaningo, Electricity of Mozambique (EDM) und weiteren Investoren aus dem Ausland zusammen. Die Konzessionsinhaber erhalten exklusive Rechte für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb des Kraftwerks.

Grünes Licht für Bau eines Kohlekraftwerks in der Tete-Provinz

Mehr Strom soll auch in der Kohleprovinz Tete erzeugt werden. Die in London gelistete Ncondezi Energy hat mit der China Machinery Engineering Corp. (CMEC) und GE einen Vertrag für den Bau eines Kohlekraftwerks in der nordwestlich gelegenen Provinz unterzeichnet. Für das Großprojekt sind drei Bauphasen vorgesehen. Nach Abschluss der ersten Phase soll die Leistung bei 300 MW liegen, nach der dritten 1.800 MW aufweisen. Das Vorhaben umfasst auch den Abbau von Kohle zur Verstromung im neuen Kraftwerk.

Laut Stellungnahme von Ncondezi bildet die gemeinsame Entwicklungsvereinbarung die Voraussetzung, um formell mit der Regierung und dem staatlichen Energieversorger EDM über Stromtarife, Abnahmeverträge und ähnliches abschließend zu verhandeln. Ncondezi wird sich voraussichtlich mit 40 Prozent an dem Projekt beteiligen.

Weitere Schritte zur Realisierung des Wasserkraftwerks Mphanda Nkuwa

Im Bereich der Wasserkraft will die mosambikanische Regierung noch 2019 ein Beratungsunternehmen engagieren, um den rechtlichen und finanziellen Rahmen für die Ausschreibung des Projektes Mphanda Nkuwa zu regeln. Für diese Aufgabe haben sich neun Unternehmen präqualifiziert. Damit rückt die Ausschreibung für das Dammprojekt einen Schritt näher. Der am Sambesi-Fluss gelegene Mphanda Nkuwa-Staudamm wird laut Planung 60 Kilometer unterhalb des Cahora Bassa-Damms gebaut und eine Kapazität von 1.500 MW aufweisen. Die Projektkosten werden mit 2,3 Milliarden US$ beziffert.

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll, Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten in Mosambik können Sie unter http://www.gtai.de/mosambik abrufen. Unter http://www.gtai.de/afrika erhalten Sie mittels interaktiver Karte unsere Informationen zum Land Ihrer Wahl.

Dieser Artikel ist relevant für:

Mosambik Kraftwerksbau, Stromerzeugungs- und -verteilungstechnik, Strom-/ Energieerzeugung, Wasserkraft, Strom-/ Energieerzeugung, Fossile Energien

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