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19.06.2019

Kubas Bemühen um Investitionen zeigt langsam Wirkung

Sonderwirtschaftszone Mariel ist Vorzeigeprojekt für ausländische Investoren / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Die kubanische Regierung hat erkannt, dass sie ausländische Unterstützung braucht, um die Wirtschaft wie gewünscht zu entwickeln. Mariel spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Der Hafen und die Sonderwirtschaftszone Mariel befinden sich rund 40 Kilometer westlich von Havanna. Bis April 2019 vergab die kubanische Regierung Investitionsgenehmigungen für rund 45 Unternehmen, von denen knapp 20 bereits den Betrieb aufgenommen haben. Damit ist die Zone - auch wenn sie sich nur langsam entwickelt - einer der bedeutendsten Industriepole des Landes.

Breites Portfolio an Investitionen

In Mariel investieren seit 2014 ausländische Unternehmen beziehungsweise Joint Ventures hauptsächlich, um Produkte herzustellen, die zuvor importiert werden mussten. So eröffnete zuletzt der mexikanische Farbenproduzent Devox ein Werk, um den kubanischen Markt zu bedienen. Mittelfristig soll von Mariel aus jedoch auch exportiert werden.

Daneben fertigen mehrere Firmen unter anderem Nahrungsmittel und Hygieneprodukte, darunter bekannte Konzerne wie Nestlé und Unilever. Eine Sonderstellung nimmt seit November 2018 das vietnamesische Unternehmen Vimariel ein, das als Konzessionär einen Industriepark innerhalb der Zone entwickeln wird. Spanien ist mit acht in Mariel vertretenen Unternehmen indes der wichtigste Investor.

Umfangreiche Ausbaupläne

Deutsche Firmen können bei einem Engagement in Mariel von den umfangreichen Steuer- und Zollvergünstigungen profitieren. Dies gilt sowohl bei einem Projekt über ein Joint Venture als auch für rein ausländische Unternehmen. Die Zone soll in den kommenden Jahren erweitert werden, momentan ist jedoch mit dem Sektor A lediglich der erste von neun geplanten Abschnitten in der Erschließung.

Bessere Investitionsbedingungen

Mariel bietet Firmen einige Vorzüge im Vergleich zu anderen Landesteilen. So sind Unternehmen dort für acht anstelle von zehn Jahren von der Körperschaftsteuer befreit. Danach werden nur 12 anstelle von 15 Prozent fällig. Darüber hinaus sind reinvestierte Gewinne steuerfrei und es bestehen Vorteile hinsichtlich der Umsatz- und Einkommensteuer sowie bei Zollregelungen. Von Bedeutung ist auch, dass die staatlichen Arbeitsagenturen einen wesentlich geringeren Teil des Gehalts einbehalten und die Arbeitskraftverwendungssteuer entfällt.

Kontaktadresse

Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
Zona Especial de Desarrollo Mariel (ZED Mariel) http://www.zedmariel.com Sonderwirtschaftszone Mariel

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll, Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten in Mexiko sind unter http://www.gtai.de/kuba abrufbar.

Dieser Artikel ist relevant für:

Kuba Investitionen aus dem Ausland / Joint Ventures, Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern, Regionen

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