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03.05.2019

LED sollen Polens Straßen beleuchten

Die inländischen Kapazitäten werden weiter ausgebaut / Von Beatrice Repetzki

Warschau (GTAI) - Polnische Städte beginnen damit, LED-Beleuchtungen einzuführen. Der chinesische Konzern Hongbo erweitert seine Produktionsbasis im Land.

Der chinesische Konzern Hongbo will im polnischen Opole (Oppeln) für rund 186 Millionen Euro eine hochautomatisierte Fabrik für Halbleiter und lichtemittierende Dioden LED errichten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete anlässlich des im April 2019 in Peking veranstalteten Forums für Internationale Kooperation "Belt and Road BRFIC" der Stadtpräsident von Opole, Arkadiusz Wisniewski. Hongbo produziert Lichthalbleiter, LED-Lampen und städtische Beleuchtungssysteme. Bereits 2016 hatte der chinesische Konzern in der Sonderwirtschaftszone (SWZ) von Opole für rund 90 Millionen Euro eine Fabrik für LED-Lampen gebaut.

Polnische Städte sind an effizienten und energiesparenden Lösungen interessiert, um ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen. Der Handlungsbedarf ist groß, denn über 90 Prozent der polnischen Gemeinden haben laut dem Branchenverband Pol-lighting noch eine herkömmliche Straßenbeleuchtung. Während des Klimagipfels in Katowice (Kattowitz) im Dezember 2018 hatten die Stadtpräsidenten erklärt, diese durch LED-Lampen zu ersetzen.

Bereits Ende 2018 gab die südwestlich von Lublin gelegene Stadt Krasnik bekannt, an 40 Straßen rund 1.250 Leuchten und in städtischen Parkanlagen rund 100 Leuchten austauschen zu wollen. Damit wird rund ein Drittel der Leuchten ausgetauscht. Die neue Straßenbeleuchtung kann im übrigen ferngesteuert und -überwacht werden. Die Kosten des Projekts veranschlagt die Stadtverwaltung auf rund 840.000 Euro.

Intelligente Lösungen sparen Energie

Immer mehr Städte setzen auch auf smarte Lösungen, bei denen Bewegungsmelder, Sensoren und/oder Kameras den Verkehr erfassen und die Beleuchtung dem Bedarf anpassen. Ein entsprechendes Pilotprojekt führte die Stadt Zielona Gora (Grünberg) durch. Die oberschlesische Stadt Myslowice verfügt bereits jetzt über ein "intelligentes" Beleuchtungssystem.

Zu den Vorreitern beim Thema smarte Lösungen gehört Signify Poland Sp. z o.o., mit Sitz in Pila (Schneidemühl). Signify Poland Sp. z o.o., hieß bis Mai 2018 Philips Lighting Poland Sp. z o.o, die Gesellschaft wurde im Zuge der Ausgliederung der Lichtsparte des niederländischen Philips-Konzerns umfirmiert. Der internationale Markenname Philips sowie der lokale Name Pila werden aber beibehalten. Im Bereich der "intelligenten" Lösungen ist Signify Poland Marktführer, wie der Vorsitzende von Signify, Eric Rondolat, gegenüber der Tageszeitung Rzeczpospolita sagte.

Die Produktionsstätten in Pila seien die größten des Konzerns weltweit und würden noch erweitert. Außerdem verfüge Signify über Werke in Ketrzyn (Rastenburg), wo Leuchten für Straßenlaternen hergestellt würden. Der Konzern führe in Polen nicht nur große Projekte durch, sondern sei auch in kleineren Städten aktiv. In Kalisz (Kalisch) und Ostrow Wielkopolski leuchteten über 8.500 von Signify installierte städtische Laternen bedarfsgemäß, was Energie spare und Unfälle vermeide. Software-Programme und eine eigene Plattform IoT (Internet of Things), Interact, gehörten dabei zu den modernen Lösungen.

Kontaktanschrift

Zwiazek Producentow Sprzetu Oswietleniowego Pol-lighting

(Verband der Hersteller von Beleuchtungsgeräten Pol-lighting)

ul. Stepinska 22/30

00-739 Warszawa, Polen

T +48 784 03 52 03

biuro@pollighting.pl

https://pollighting.pl

Mehr zum Land finden Sie unter: http://www.gtai.de/Polen.

Dieser Artikel ist relevant für:

Polen Lampen u. Leuchten, Digitalisierung

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Fabian Möpert

‎+49 30 200099209

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