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25.05.2018

Polen weitet Produktion von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger aus

Nachfrage soll zunehmen / Output von Stickstoffdünger 2017 leicht gestiegen / Von Beatrice Repetzki

Warschau (GTAI) - Polnische Hersteller wollen von der weltweit wachsenden Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln profitieren. Das gilt sowohl für den Marktführer Ciech Sarzyna als auch für das Unternehmen Synthos, das seine Kapazitäten vergrößert. Auch die Produzenten von Kunstdünger investieren. Anwil will bis 2020 neue Produktionslinien installieren. (Kontaktadresse)

Für 2018 erwarten die polnischen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln eine starke Inlandsnachfrage nach ihren Produkten. Die beiden Vorjahre waren schwieriger für sie aufgrund extremer Witterungsbedingungen und der Unsicherheiten dadurch in der Landwirtschaft sowie der großen Konkurrenz unter den Anbietern. Mariusz Grelewicz, der Vorsitzende des größten Produzenten von Pflanzenschutzmitteln, Ciech Sarzyna S.A., rechnet künftig in Polen mit jährlichen Steigerungsraten von 4 bis 5 Prozent. Damit folge sein Land dem weltweiten Wachstumstrend. Die Marktforschungsfirma Research and Markets prognostiziert den weltweiten Pflanzenschutzmittelumsatz 2022 auf 87,8 Milliarden US-Dollar gegenüber 62,9 Milliarden US$ (2016).

Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln bleibt stabil

Die Polnische Pflanzenschutzvereinigung (Polskie Stowarzyszenie Ochrony Roslin; PSOR) schätzt den Pflanzenschutzmittelumsatz im Inland vom 4. Quartal 2016 bis zum 3. Quartal 2017 auf rund 587 Millionen Euro. Damit blieb der Wert gegenüber der vorangegangenen Düngesaison weitgehend stabil.

In der vergangenen Saison konnte die zur Chemiegruppe Ciech S.A. gehörende Ciech Sarzyna ihre Verkäufe um über 20 Prozent steigern. 2018 will die Gesellschaft sechs weitere Produkte auf den Markt bringen und noch stärker exportieren. Etwa ein Fünftel der für die Landwirtschaft bestimmten Produkte der Ciech-Gruppe geht ins Ausland, vor allem in andere europäische Länder.

Ein weiterer inländischer Hersteller, Synthos S.A., stellt in Oswiecim eine große Fabrik für Pflanzenschutzmittel fertig.

Grupa Azoty und Anwil bauen Düngemittelkapazitäten aus

Polen ist auch ein bedeutender Hersteller von Kunstdünger. Führend sind hier die Stickstoffbetriebe der Grupa Azoty S.A., die 2017 Einnahmen von insgesamt 2,3 Milliarden Euro erwirtschaftete. Gut die Hälfte davon (52 Prozent) entfiel auf den Bereich Düngemittel. Die Grupa Azoty will weiter wachsen, wobei jedoch künftig der Anteil des Kunstdüngers an ihren Einnahmen sinken soll. Sie strebt die Übernahme des deutschen Herstellers von Spezialdünger Compo Expert an.

Der Erdölkonzern PKN Orlen S.A. baut bei seiner Tochtergesellschaft Anwil S.A. die Produktionskapazitäten für Kunstdünger aus. Der Standort Wloclawek soll bis 2020 Produktionslinien für etwa 163 Millionen Euro erhalten. Dadurch wird die Kapazität dort um rund 40 Prozent steigen.

Während die Produktion von Stickstoffdünger in Polen 2017 zunahm, sank die von Phosphordünger. Im 1. Quartal 2018 ging der Output von beiden Erzeugnissen gegenüber dem 1. Quartal 2017 laut dem Statistischen Hauptamt GUS um 2,4 beziehungsweise 15,9 Prozent zurück.

Produktion von Kunstdünger in Polen, berechnet in reinen Nährstoffen (in 1.000 t, Veränderung in %)
2016 2017
Stickstoff 1.967 2.063
Phosphor 475 464

Quelle: GUS

Kontaktadresse

Polskie Stowarzyszenie Ochrony Roslin (PSOR)

(Polnische Pflanzenschutzvereinigung)

Direktor: Marcin Mucha

Al. Jana Pawla II 23

00-854 Warszawa, Polen

psor@psor.pl

http://psor.pl

Mehr zum Land finden Sie unter: http://www.gtai.de/Polen.

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