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14.03.2019

Ungarn wird ein Zentrum der Batterieproduktion

Drei asiatische Hersteller investieren in neue Werke / Von Waldemar Lichter

Budapest (GTAI) - Bedeutende Hersteller von Antriebsbatterien für Autos bauen ihre Produktionskapazitäten in Ungarn aus. Das Land zieht immer mehr Zulieferer der E-Mobilitätsindustrie an.

Ungarn werde eine strategisch wichtige Position in der globalen Batterieherstellung für Elektroautomobile zukommen, erklärt György Suha, leitender Beamter im Außenwirtschaftsministerium in Budapest. Zahlreiche Projekte zum Aufbau von Fertigungskapazitäten, die in den vergangenen Monaten realisiert oder bekannt geworden sind, bestätigen diese Einschätzung.

SK Innovation will zweites Werk bauen

Jüngstes Beispiel ist das Vorhaben des südkoreanischen Unternehmens SK Innovation. Ende Februar 2019 kündigte das Unternehmen an, in Komarom an der Grenze zur Slowakei eine zweite Produktionsstätte zur Herstellung von Antriebsbatterien zu errichten. Das Werk soll 2021 fertiggestellt werden und seine Produktion 2022 aufnehmen. Die Kapazität wird sich auf 7,5 Gigawattstunden belaufen. SK Innovation will damit seine Präsenz auf dem europäischen Markt stärken. Die Investitionskosten werden mit umgerechnet 755 Millionen Euro angegeben. Die ungarische Regierung will das Vorhaben mit einem Zuschuss unterstützen. Dessen Höhe steht allerdings noch nicht fest.

Der Bau des ersten Werkes für Antriebsbatterien wurde von SK Innovation bereits Ende 2017 angekündigt. Die Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet 310 Millionen Euro. Laut Pressemeldungen fördert die Regierung das Projekt mit umgerechnet 26 Millionen Euro.

GS Yuasa startet 2019 die Batterieproduktion

SK Innovation ist das dritte ausländische Unternehmen, das in Ungarn ein großes Projekt für Antriebsbatterien für Elektro- und Hybridautos realisiert. Bereits im Juli 2019 will das japanische Unternehmen GS Yuasa Corporation mit der Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien in einem neuen Werk in Miskolc beginnen. Die Investitionskosten belaufen sich auf umgerechnet 27,8 Millionen Euro. Der Zuschuss der Regierung liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. In Göd bei Budapest investiert Samsung SDI (Republik Korea) rund 315 Millionen Euro in Fertigungskapazitäten für Antriebsbatterien.

Folien-Hersteller Doosan baut ein Werk

Auch das Unternehmen Doosan, ein südkoreanischer Zulieferer für die Batterieherstellung, kündigte Ende 2018 den Start eines Investitionsprojektes in Ungarn an. Das Unternehmen will in der nordungarischen Stadt Tatabanya für umgerechnet 100 Millionen Euro eine Produktionsstätte für Kupferfolien errichten. Die Jahreskapazität soll bei 50.000 Tonnen liegen. Der Zuschuss der Regierung wird sich auf umgerechnet 14,6 Millionen Euro belaufen. Das Werk soll im 2. Halbjahr 2019 fertiggestellt werden.

Weitere Informationen zu Ungarn finden Sie unter http://www.gtai.de/Ungarn

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Fabian Möpert

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