Europäische Union

IPA - Instrument for Pre-Accession (2007-2013)

Das Instrument für Heranführungshilfe (Instrument for Pre-Accession, IPA) dient seit 2007 der Unterstützung der EU-Kandidatenstaaten bei ihrer schrittweisen Angleichung an die Standards und die Politik der EU. Es richtet sich an die bereits anerkannten EU-Beitrittskandidaten in der Region Westlicher Balkan (Serbien, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro), die Türkei und Island sowie die potentiellen Kandidaten Albanien, Bosnien und Herzegowina und Kosovo. Die auf der Sitzung des IPA-Verwaltungsausschusses der EU-Kommission am 9.12.2013 in Brüssel beschlossenenen IPA-Projekte werden noch innerhalb von 24 Monaten, die sich in die neue Finanzierungsperiode erstrecken, umgesetzt.

Die IPA-Förderung gliedert sich in fünf Komponenten, die den offiziellen Unionskandidaten vollständig, den potentiellen Bewerbern hingegen nur teilweise offen stehen. Dies sind (1) Übergangshilfe und Aufbau von Institutionen, (2) grenzüberschreitende Zusammenarbeit, (3) regionale Entwicklung, (4) Förderung von Humanressourcen und (5) Entwicklung des ländlichen Raums. Die Komponenten (3) bis (5) richten sich aufgrund ihrer engen Orientierung an der EU-internen Strukturförderung nur an die Staaten mit offiziellem Kandidatenstatus. In den anderen Ländern sind jedoch Maßnahmen mit ähnlichen Inhalten unter den Komponenten (1) und (2) förderfähig.

IPA II - Instrument for Pre-Accession (2014-2020)

Das Instrument IPA II wird für den Zeitraum von sieben Jahren mit insgesamt 11.699 Mio. Euro ausgestattet. Dies hat das Europäische Parlament am 11.12.2013 beschlossen. Die Programme (Länderstrategiepapiere) für IPA II werden voraussichtlich im Juli 2014 beschlossen und bekanntgegeben.

Vier Generaldirektionen (GD) der EU-Kommission verwalten das Instrument für Heranführungshilfe. Dies sind die GD Erweiterung, die GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, die GD Beschäftigung, Soziales und Integration sowie die GD Regional- und Stadtentwicklung.

Begünstigte Länder sind bei IPA II die Bewerberländer Albanien (Kandidatenstatus seit 27.6.2014), Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei sowie die potenziellen Bewerberländer Bosnien und Herzegowina und Kosovo. Island hat im März 2015 seine Kandidatur für eine EU-Mitgliedschaft offiziell zurückgezogen.

In der Förderperiode 2014 bis 2020 steht allen IPA-Begünstigten der Zugang zu allen neu definierten Fördersektoren offen. Die Europäische Kommission will sicherstellen, dass die Finanzhilfen richtig ansetzen und mit den anderen Politiken übereinstimmen. Bei den Heranführungshilfen wird der sektorale Ansatz (sector-wide approach) zugrunde gelegt. IPA II soll sich stärker am Bedarf und den Kapazitäten der begünstigten Länder orientieren und der Zugang zu Heranführungshilfen soll für die Kandidatenstaaten durch ein einheitliches Verfahren geregelt werden. Auch bei den Sektorhilfen werden die Mittel künftig auf der Basis einheitlicher Kriterien vergeben.

Für die neue Förderperiode wurden folgende Schwerpunktsektoren bzw. Politikbereiche definiert:

  1. Übergangshilfen für den EU-Beitritt (politische und wirtschaftliche Anpassung, Regierungsführung) und Kapazitätenaufbau
  2. Regionale und nachhaltige Entwicklung von Wachstum
  3. Beschäftigung, soziale Integration und Humanressourcenentwicklung
  4. Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie
  5. Regionale und territoriale Kooperation

Detaillierte Informationen zu IPA finden Sie in der rechten Spalte.

Ausschreibungen
Informationen über aktuelle Ausschreibungen zu den Projekten finden Sie in unserer GTAI-Datenbank Ausschreibungen weltweit.

Weitere Informationen zu Vergabeverfahren, Vertragsarten, Zuständigkeiten bei der EU-Kommision sowie weiterführende Links finden Sie in der rechten Spalte.

Funktionen

Kontakt

Heike Hoffmann

‎+32-(0)2-204 01 -73