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EZI - Instrument für Entwicklungszusammenarbeit

Über das Instrument für Entwicklungszusammenarbeit (EZI) finanziert die EU Förderprogramme in Entwicklungsländern, die nicht unter die EU-Heranführungsstrategie, die Europäische Nachbarschaftspolitik oder die EU-Hilfe für die AKP-Staaten fallen. Es umfasst länder- und regionenbezogene sowie thematisch ausgerichtete Programme.

Das wichtigste und übergeordnete Ziel des EZI ist - im Einklang mit der Agenda für den Wandel von Oktober 2011 - die Bekämpfung von Armut sowie die Förderung von Demokratie, die Unterstützung nachhaltiger, sozialer und umweltfreundlicher Entwicklung, verantwortungsvoller Staatsführung und Achtung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit. Zur Erreichung dieser Ziele umfasst das EZI eine Vielzahl von Förderprioritäten. Hierzu gehören u.a. die Förderung von nachhaltiger politischer, wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Entwicklung, eine schrittweise Eingliederung in die Weltwirtschaft und Unterstützung bei der Umsetzung internationaler Abkommen im Umweltbereich sowie regionale Integration.

Die Empfängerländer der geographischen Programme des EZI (2007 – 2013) sind insgesamt 48 Partnerländer in Asien, dem Nahen und Mittleren Osten, Lateinamerika und Zentralasien. Auch die Republik Südafrika gehört zu den Empfängerländern.

EZI 2014 – 2020
Die detaillierte Programmierung des neuen Instruments für Entwicklungszusammenarbeit (EZI) wird noch konkretisiert und voraussichtlich ab April 2014 bekanntgegeben. Das EZI von 2014 bis 2020 umfasst ein Budget von 19,66 Mrd. Euro, davon 11,81 Mrd. Euro für geographische Programme. Mit EZI wird die EU weiterhin die Kooperation mit den Regionen Asien (3,8 Mrd. Euro für Südasien und 2,9 Mrd. Euro für Nord- und Südostasien), Zentralasien (1,1 Mrd. Euro), dem Nahen Osten (0,5 Mrd. Euro) und Lateinamerika (2,5 Mrd. Euro) sowie der Republik Südafrika finanzieren. Fast die Hälfte des Budgets richtet sich an inklusives und nachhaltiges Wachstum für menschliche Entwicklung. Auch Menschenrechten, Demokratie und guter Regierungsführung kommt Bedeutung zu.

Das EZI deckt bilaterale und regionale Kooperation mit den Partnerländern ab.

  • Die regionale Förderung soll in der neuen Haushaltsperiode weiterhin 46 Länder umspannen.
  • Für bilaterale Förderung allerdings umfasst es nur noch 27 Partnerländer, da diverse Länder künftig bilateral durch das Partnerschaftsinstrument (PI) gefördert werden. Dabei werden 19 EZI-Staaten mit mittlerem Einkommen der oberen Einkommenskategorie differenziert behandelt und gehen zu neuen bilateralen Partnerschaften über. Aufstrebende Wirtschaftsräume wie China, Brasilien und Indien betrachtet die EU somit zunehmend als Partner.

Darüber hinaus umfasst das EZI zur Behandlung länderübergreifender Probleme verschiedene thematische Programme (7 Mrd. Euro); in der Förderperiode ab 2014 sind es nur noch zwei. Hierbei handelt es sich einerseits um das Instrument für globale öffentliche Güter und Herausforderungen und das –bereits bestehende- Instrument für Zivilgesellschaft und lokale Behörden.

Das Pan-Afrikanische Programm (Pan African Programme) fällt ebenfalls unter das EZI (0,85 Mrd. Euro) und ergänzt andere, bereits in Afrika angewandte Programme. Es fördert als regional ausgerichtetes Instrument die strategische Partnerschaft Afrika-EU sowie transregionale, kontinentale und globale Maßnahmen in und mit Afrika. Die Programmierung der EU für Pan-Afrika berücksichtigt verschiedenste Themenbereiche von Demokratieförderung bis hin zum Schutz natürlicher Ressourcen.

Detaillierte Informationen zu EZI 2007 bis 2013 finden Sie in der rechten Spalte.

Ausschreibungen
Informationen über aktuelle Ausschreibungen zu den Projekten finden Sie in unserer GTAI-Datenbank Ausschreibungen weltweit.

Weitere Informationen zu Vergabeverfahren, Vertragsarten, Zuständigkeiten bei der EU-Kommission sowie weiterführende Links finden Sie in der rechten Spalte. Die Informationen zum EZI werden aktualisiert, sobald die Programmierung der Programme klarer ausgestaltet ist.

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