Recht Aktuell

24.05.2018

Indien - Quellensteuern auf Dienstleistungen werden nur begrenzt angerechnet

Von Robert Herzner

(GTAI) Das Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung zwischen Deutschland und Indien beinhaltet auch Regelungen auf in Indien zu zahlende Quellensteuer für technische Dienstleistungen, wenn keine Betriebstätte besteht. Der Steuersatz reduziert sich auf 10 Prozent. Dienstleistungen durch ausländische Unternehmen an indische Leistungsempfänger führen zu einer Steuererklärungspflicht in Indien für das ausländische Unternehmen. Es zeichnet sich ab, dass diesem auch ohne Permanent Account Number (PAN) nachzukommen ist, eine Ansässigkeitsbescheinigung ist ausreichend.

Der Dienstleistungsbegriff wird von indischer Seite weit ausgelegt und umfasst technische Dienstleistungen durch qualifiziertes Personal und Beratungen zu Verwaltung, Marketing und Recht.  Eine Besonderheit besteht bei Online-Werbedienstleistungen, diese unterliegen dem Equalization Levy in Höhe von 6 Prozent. Diese Steuer ist durch die indische Firma einzubehalten und abzuführen, wenn die Freigrenze von 100.000 iR überschritten ist.  

Nach derzeitiger Praxis der deutschen Steuerverwaltung ist eine Anrechnung auf die Gewerbesteuer nicht möglich. Die Quellensteuer kann nur auf die Körperschaftsteuer angerechnet werden.

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