Recht Aktuell

20.04.2018

Indonesien - Steuererleichterungen für Investitionen in Zukunftsindustrien

Von Robert Herzner

(GTAI) Mit Wirkung vom 4. April 2018 ist die Verordnung PMK35 des indonesischen Finanzministeriums in Kraft getreten. Diese regelt zeitlich befristete Steuerbefreiungen für neue Investitionen in Industrien, die für die einheimische Wirtschaft besonderen Zukunftscharakter aufweisen. Die Mindestinvestitionssumme beträgt 500 Mrd. IDR (ca. 30 Mio. Euro). Die Steuerbefreiung erfolgt abhängig von der Höhe der Investition über einen Zeitraum von fünf bis 20 Jahren. Im Anschluss an diesen Zeitraum reduziert sich die Körperschaftsteuer für zwei weitere Jahre um 50%. Anspruchsberechtigt kann nur eine in Indonesien eingetragene Kapitalgesellschaft sein, die nicht bereits einen Antrag auf eine Steuerbefreiung stellte. Des Weiteren ist eine vom Finanzministerium geforderte Eigenkapitalquote zu erfüllen.

Die Verordnung listet explizit 17 Industriebranchen auf, für die die Steuerbefreiungen einschlägig sind. Dazu zählen die Verarbeitung von Ausgangsstoffen für die Gas- und Petrochemie, der Chemiebranche und der Metallverarbeitung. Ferner erfasst sind Investitionen in die Zulieferung von Schlüsselkomponenten für Kraftfahrzeuge, Flugzeuge, Züge und Schiffe sowie in der Maschinenbau- und Elektronikindustrie. Die maximale Steuerbefreiung erfolgt bei einer Investitionssumme ab 30 Billionen IDR (ca. 1,8 Mrd. Euro).

Anträge können bis zum 2. April 2023 beim Investment Coordinating Board (Badan Koordinasi Penanaman Modal (BKPM)) eingereicht werden.

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