Recht Aktuell

28.02.2018

Nigeria - Neue Local Content-Bestimmungen in Kraft

Von Helge Freyer

(GTAI) Anfang Februar unterzeichnete Präsident Buhari die Presidential Executive Order No. 05-2018 for Planning and Execution of Projects, Promotion of Nigerian Content in Contracts and Science, Engineering and Technology. Mit der Verordnung, die unmittelbar nach Unterzeichnung am 2. Februar 2018 in Kraft getreten ist, will die Regierung vor allem die Made in Nigeria Campaign fördern.   

Diesem Zweck dienen Maßnahmen, die den lokal erbrachten Anteil an der Gesamtwertschöpfung von Produkten bzw. Dienstleistungen erhöhen sollen (Stichwort: Local Content-Erfordernisse), wie unter anderem:

  • alle ausschreibenden Stellen in Nigeria sind aufgefordert, bei der Auftragsvergabe nigerianischen Unternehmen - auf der Grundlage des Public Procurement Act 2007 - den Vorzug zu geben; nur wenn es an der erforderlichen  Expertise vor Ort fehlt, können auch ausländische Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen zum Zuge kommen;

  • die Erteilung von Visa an ausländische Arbeitskräfte ist verboten, wenn einheimische Personen mit den erforderlichen Qualifikationen zur Verfügung stehen;
  • grundsätzlich soll heimische Technologie die ausländische ersetzen. 

Die Verordnung sieht weitere Maßnahmen vor.

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