Recht Aktuell

29.05.2019

Ruanda - Konkretisierungen zum Einkommensteuergesetz wurden erlassen

Von Katrin Grünewald

(GTAI) Die ruandische Finanzbehörde Rwanda Revenue Authority hat Anfang Mai vier Ministerialverordnungen erlassen, durch die das im April 2018 verabschiedete Einkommensteuergesetz umgesetzt wird.

In der ersten Ministerialverordnung wird der steuerliche Wohnsitz definiert. Danach ist dieser für juristische Personen am Sitz der effektiven Verwaltung. Kriterien dafür, dass dieser in Ruanda liegt sind:

- die Leitung und Verwaltung eines Unternehmens erfolgt in Ruanda;

- die Hauptversammlungen finden in Ruanda statt;

- die Buchhaltung wird in Ruanda erstellt und geführt; oder

- die Hauptaktionäre oder Geschäftsführer sind in Ruanda ansässig.

Sofern einer dieser Punkte auf ein ausländisches Unternehmen zutrifft, ist dieses Unternehmen verpflichtet, ruandische Körperschaftsteuer auf seinen weltweiten Umsatz zu bezahlen.

In der zweiten Ministerialverordnung wird geregelt, dass Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 600 Millionen RWF ihren Jahresabschluss von einem von der Steuerbehörde zugelassenen qualifizierten Sachverständigen beglaubigen lassen müssen.

Außerdem geht es in den übrigen beiden Ministerialverordnungen um eine vereinfachte Buchführung für kleine Unternehmen sowie um Vorschriften bei der Beantragung von Verlustvorträgen für mehr als fünf Steuerjahre.

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