Recht Aktuell

03.04.2017

Singapur - Einführung der UN-Bestimmungen zu grenzübergreifenden Insolvenzverfahren

Von Robert Herzner

(GTAI) Singapur hat als zweiundvierzigstes Land am 31.3.17 das Modellgesetz zu grenzüberschreitenden Insolvenzverfahren der Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (UNCITRAL Model Law) eingeführt. Am 10.3.17 beschloss das Parlament die erforderlichen Änderungen des Companies Act (Cap. 50 of Singapore), um Singapurs Vorschriften zu Unternehmensführung- und Kontrolle enger an internationalen Standards auszurichten.

Das UNCITRAL Model Law unterstützt die Unterzeichnerstaaten dabei, ihre Insolvenzvorschriften durch harmonisierte Rechtsrahmen auf internationale Fälle anwenden zu können. Die Regeln umfassen Insolvenzverfahren, bei denen der Schuldner über Vermögen in verschiedenen Ländern verfügt oder die Gläubiger nicht in dem das Insolvenzverfahren durchführenden Land ansässig sind.

Im Rahmen des UNCITRAL Verfahren erfolgt keine Anpassung der verfahrensrechtlichen Vorschriften der jeweiligen Länder oder eine Vereinheitlichung des materiellen Insolvenzrechtes. Das Modellgesetz nimmt eine Koordination der Verfahrensbedingungen vor. Dazu gehört die jeweilige Anerkennung des Zuganges ausländischer Vertreter zu den für das Insolvenzverfahren zuständigen Behörden und des ausländischen Prozessverlaufes.

Zum Thema:

 

Funktionen

Kontakt

Julia Merle

‎+49 228 24 993 432