EU Customs & Trade News

10.10.2019

Antidumping – Harnstoff und Ammoniumnitrat mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago und den USA

Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls

Bonn (GTAI) – Die Europäische Kommission führt mit Wirkung vom 10. Oktober 2019 einen endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Mischungen von Harnstoff und Ammoniumnitrat mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago und den Vereinigten Staaten von Amerika ein.

Es handelt sich bei der betroffenen Ware um Mischungen von Harnstoff und Ammoniumnitrat in wässriger oder ammoniakalischer Lösung mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago und den Vereinigten Staaten von Amerika, die derzeit unter dem KN-Code 3102 80 00 eingereiht werden.

Der Antidumpingzoll wird wie folgt als Festbetrag pro Tonne festgelegt:                                    

Land

Unternehmen

Fester Zollbetrag (in EUR pro Tonne)

TARIC-Zusatzcode

Russland

PJSC Acron

42,47

C500

Russland

Joint Stock Company „Azot“

27,77

C501

Russland

Joint Stock Company „Nevinnomyssky Azot“

27,77

C504

Russland

Alle übrigen Unternehmen

42,47

C999

Trinidad und Tobago

Methanol Holdings (Trinidad) Limited

22,24

C502

Trinidad und Tobago

Alle übrigen Unternehmen

22,24

C999

USA

Vereinigte Staaten von Amerika CF Industries Holdings, Inc.

29,48

C503

USA

Alle übrigen Unternehmen                     

29,48

C999      

Für die Anwendung der unternehmensspezifischen Zollsätze muss den Zollbehörden eine gültige Handelsrechnung vorgelegt werden. Diese muss eine Erklärung enthalten, die von einer dafür zuständigen, mit Name und Funktion ausgewiesenen Person des rechnungsstellenden Unternehmens datiert und unterzeichnet wurde und deren Wortlaut wie folgt lautet: 

„Der/Die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung aufgeführten und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften [Mengenangabe] [betroffene Ware] von [Name und Anschrift des Unternehmens] ([TARIC-Zusatzcode]) in [betroffenes Land] hergestellt wurden und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“

Wenn eine solche Handelsrechnung nicht vorgelegt werden kann, findet der für alle übrigen Unternehmen geltende Zollsatz Anwendung.

Seit April 2019 galten vorläufige Antidumpingmaßnahmen, die mit der Durchführungsverordnung (EU) 2019/576 eingeführt worden waren (siehe hierzu unsere Meldung vom 24. April 2019). Die Sicherheitsleistungen für die vorläufigen Antidumpingzölle werden endgültig vereinnahmt. Die den endgültigen Antidumpingzoll übersteigenden Sicherheitsleistungen werden freigegeben. Auf zollamtlich erfasste Einfuhren wird rückwirkend kein endgültiger Antidumpingzoll erhoben.

Quelle:
Durchführungsverordnung (EU) 2019/1688 der Kommission vom 8. Oktober 2019 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls und zur endgültigen Vereinnahmung des vorläufigen Zolls auf die Einfuhren von Mischungen von Harnstoff und Ammoniumnitrat mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago und den Vereinigten Staaten von Amerika; ABl. L 258 vom 9. Oktober 2019, S. 21.