EU Customs & Trade News

21.01.2019

Einführung von Schutzmaßnahmen betreffend die Einfuhren von Indica-Reis mit Ursprung in Kambodscha und Myanmar

Bonn (GTAI) - Die EU-Kommission hat mit Wirkung vom 18.1.2019 die Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs bei der Einfuhr von Indica-Reis (KN-Codes 1006 30 27, 1006 30 48, 1006 30 67 und 1006 30 98) mit Ursprung in Kambodscha und Myanmar vorübergehend wieder eingeführt.

Der Zoll für die vorstehend genannte Ware beträgt für das erste Jahr ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung 175 EUR je Tonne, für das zweite Jahr ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung 150 EUR je Tonne und für das dritte Jahr ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung 125 EUR je Tonne.

Der genannte Zoll gilt nicht für Einfuhren betroffener Waren, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Maßnahme bereits auf dem Weg in die Union befinden; Voraussetzung hierfür ist, dass der Bestimmungsort dieser Waren nicht geändert werden kann.

Die auf Antrag Italiens, unterstützt von anderen EU-Mitgliedstaaten, Anfang 2018 eingeleitete Schutzmaßnahmenuntersuchung bestätigte den Verdacht, dass Indica-Reis aus Kambodscha und Myanmar in Mengen und zu Preisen eingeführt wird, die dem Wirtschaftszweig der Union ernste Schwierigkeiten bereiten, und dass daher nach Ansicht der EU-Kommission Schutzmaßnahmen gerechtfertigt sind (Einleitungsbekanntmachung siehe Meldung vom 19.3.2018).

Quelle:
Durchführungsverordnung (EU) 2019/67 der Kommission vom 16. Januar 2019 zur Einführung von Schutzmaßnahmen betreffend die Einfuhren von Indica-Reis mit Ursprung in Kambodscha und Myanmar; ABl. L 15 vom 17.1.2019, S. 5.