EU Customs & Trade News

31.10.2018

EU/Norwegen – Zusätzliche Zollkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Bonn (GTAI) – Am 1. Oktober 2018 ist das Abkommen in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Union und Norwegen über zusätzliche Handelspräferenzen für bestimmte landwirtschaftliche Produkte in Kraft getreten (siehe hierzu unsere Meldungen vom 29. Mai 2018 sowie 17. September 2018 sowie 1. Oktober 2018).

Das Abkommen sieht neue zollfreie Zollkontingente für bestimmte landwirtschaftliche (Verarbeitungs-)Erzeugnisse mit Ursprung in Norwegen vor. Zur Umsetzung wird die Verordnung (EG) Nr. 922/95 geändert. Die Änderungen betreffen die Zollkontingente sowie die geltenden Ursprungsregeln:

  • Sowohl die Verordnung (EG) Nr. 992/95 als auch die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1354/2011 enthalten Zollkontingente für Erzeugnisse der Positionen 0210 bzw. 0204 mit Ursprung in Norwegen. Diese Zollkontingente werden zusammengeführt.
    Das Zollkontingent für die Position 0210 wird aus der Verordnung (EG) Nr. 992/95 gestrichen. Gleichzeitig wird das Zollkontingent für die Position 0204 aus der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1354/2011 gestrichen.

  • Für Anhang I gilt das Protokoll Nr. 3 des Abkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Norwegen über die Bestimmung des Begriffs „Ursprungserzeugnisse“ (ABl. L 72 vom 17. März 2016, S. 63).

  • Für Anhang II gelten die Ursprungsregeln gemäß Anhang IV des Abkommens vom 2. Mai 1992 in Form eines Briefwechsels ((ABl. L 109 vom 1. Mai 1993, S. 47).

Die Änderungen gelten ab dem Datum des Inkrafttretens des Abkommens seit dem 1. Oktober 2018.

Quelle:
Durchführungsverordnung (EU) 2018/1607 der Kommission vom 24. Oktober 2018 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 992/95 des Rates hinsichtlich der Unionszollkontingente für einige landwirtschaftliche Erzeugnisse, landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse und Fischereierzeugnisse mit Ursprung in Norwegen; ABl. L 268 vom 26. Oktober 2018, S. 22.