EU Customs & Trade News

16.07.2019

Handelsübereinkommen EU/Zentralamerikanische Staaten - Präferenzzoll für Bananen aus Guatemala wird beibehalten

Bonn (GTAI) - Die EU-Kommission hat festgestellt, dass eine vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren frischer Bananen der Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union mit Ursprung in Guatemala nicht angemessen ist.

Das Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Zentralamerika andererseits, das für Guatemala seit dem 1. August 2013 vorläufig angewandt wird, sieht einen Stabilisierungsmechanismus für Bananen vor.

Danach beobachtet die Kommission die Einfuhr von Bananen. Sobald die festgesetzte Auslösemenge für die Einfuhr frischer Bananen (Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union) überschritten ist, erlässt die Kommission einen Durchführungsrechtsakt, mit dem sie entweder den in diesem Jahr für Einfuhren von Bananen geltenden Präferenzzoll vorübergehend aussetzt oder feststellt, dass eine solche Aussetzung nicht angemessen ist.

Die Einfuhren frischer Bananen mit Ursprung in Guatemala in die Europäische Union überstiegen zwar bereits im Mai 2019 den im Abkommen festgelegten Schwellenwert. Nach Prüfung gelangte die Kommission jedoch zu dem Schluss, dass die Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren von Bananen mit Ursprung nicht angemessen sei. Der Präferenzzollsatz wird somit beibehalten.

Quelle:
Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1203 der Kommission vom 12. Juli 2019 zur Feststellung, dass eine vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls für Einfuhren von Bananen mit Ursprung in Guatemala nicht angemessen ist; ABl. L 189 vom 15. Juli 2019, S. 73.