EU Customs & Trade News

06.12.2018

Handelsübereinkommen EU/Zentralamerikanische Staaten - Präferenzzoll für Bananen aus Peru und Guatemala wird beibehalten

Bonn (GTAI) - Die EU-Kommission hat festgestellt, dass eine vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren frischer Bananen der Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union mit Ursprung in Peru und Guatemala nicht angemessen ist.

Das Handelsübereinkommen zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Guatemala und Peru andererseits, das für Guatemala seit dem 1. August 2013 bzw. Peru seit dem 1. März 2013 vorläufig angewandt wird, sieht einen Stabilisierungsmechanismus für Bananen vor. Danach beobachtet die Kommission die Einfuhr von Bananen aus den beiden Ländern. Sobald die festgesetzte Auslösemenge für die Einfuhr frischer Bananen (Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union) aus diesen Ländern überschritten ist, erlässt die Kommission einen Durchführungsrechtsakt, mit dem sie entweder den in diesem Jahr für Einfuhren von Bananen geltenden Präferenzzoll vorübergehend aussetzt oder feststellt, dass eine solche Aussetzung nicht angemessen ist.

Die Einfuhren frischer Bananen mit Ursprung in Peru und Guatemala in die Europäische Union überstiegen im September bzw. Oktober 2018 den im Handelsübereinkommen festgelegten Schwellenwert. Nach Prüfung gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass die Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren von Bananen mit Ursprung in Peru nicht angemessen ist. Der Präferenzzollsatz wird somit beibehalten.

Quelle:
Durchführungsbeschluss (EU) 2018/1888 der Kommission vom 3. Dezember 2018 zur Feststellung, dass eine vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls nach Artikel 15 der Verordnung (EU) Nr. 19/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates und nach Artikel 15 der Verordnung (EU) Nr. 20/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates für Einfuhren von Bananen mit Ursprung in Guatemala und Peru nicht angemessen ist; ABl. L 308 vom 4. Dezember 2018, S. 49.