EU Customs & Trade News

21.12.2016

Handelsübereinkommen EU/Zentralamerikanische Staaten – Verzicht auf vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls auf Bananen aus Nicaragua

Bonn (GTAI) - Die EU-Kommission hat festgestellt, dass eine vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren frischer Bananen der Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union mit Ursprung in Nicaragua im Jahr 2016 nicht angemessen ist.

Das Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Zentralamerika andererseits, das in den zentralamerikanischen Ländern 2013 — in Nicaragua am 1. August 2013 — vorläufig in Kraft trat, sieht einen Stabilisierungsmechanismus für Bananen vor. Danach beobachtet die Kommission die Einfuhr von Bananen aus dieser Region und erläßt, sobald die festgesetzte Auslösemenge für die Einfuhr frischer Bananen (Position 0803 90 10 der Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union) aus diesen Ländern überschritten ist, einen Durchführungsrechtsakt, mit dem sie entweder den in diesem Jahr für Einfuhren von Bananen geltenden Präferenzzoll vorübergehend aussetzt oder feststellt, dass eine solche Aussetzung nicht angemessen ist.

Die Einfuhren frischer Bananen mit Ursprung in Nicaragua in die Europäische Union überstiegen im Oktober 2016 den im genannten Abkommen festgelegten Schwellenwert. Nach Prüfung gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass die Aussetzung des Präferenzzolls auf Einfuhren von Bananen mit Ursprung in Nicaragua nicht angemessen ist

Quelle:
Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2359 der Kommission vom 20. Dezember 2016 zur Feststellung, dass die vorübergehende Aussetzung des Präferenzzolls, der im Rahmen des Stabilisierungsmechanismus für Bananen des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Zentralamerika andererseits festgesetzt wurde, für Einfuhren von Bananen mit Ursprung in Nicaragua für das Jahr 2016 nicht angemessen ist; ABl. L 348 vom 21.12.2016, S. 81.