Zoll Aktuell

09.10.2019

Brexit: Das Vereinigte Königreich (VK) und Tunesien unterzeichnen Abkommen zur Fortführung der Handelsbeziehungen nach einem No-Deal Brexit

Bonn (GTAI) - Am 4. Oktober unterzeichneten das VK und Tunesien ein Abkommen zur Fortführung der Handelsbeziehungen nach einem No-Deal Brexit. Mithilfe des Abkommens soll sichergestellt werden, dass britische Unternehmen und Verbraucher auch nach einem Austritt aus der Europäischen Union (EU) von präferenziellen Handelsbedingungen mit Tunesien profitieren können.

Das Abkommen sieht unter anderem einen zollfreien Handel mit Industrieerzeugnissen und die Liberalisierung des Handels mit Agrar-, Ernährungs- und Fischereierzeugnissen vor. Zudem soll das Abkommen die britisch-tunesische Zusammenarbeit in den Bereichen Außenpolitik, Wirtschaft, Soziales und Kultur stärken.

Wann tritt das Abkommen in Kraft?

Sollte es zu einem EU-Austritt ohne Austrittsabkommen (No-Deal-Brexit) kommen, tritt das Abkommen unmittelbar in Kraft. Sobald das VK als Nicht-EU-Mitgliedsstaat gilt, basiert der Handel in wesentlichen Teilen auf dem Handelsabkommen.

Kommt es jedoch zu einem Austritt mit Austrittsabkommen, tritt das Abkommen erst nach Abschluss der Übergangsphase in Kraft. Während der Übergangsphase soll das VK weiterhin als EU-Mitglied gelten und die Vorteile der multilateralen Abkommen der EU genießen.

Hier finden Sie die aktuelle Pressemitteilung der britischen Regierung.

Eine Übersicht über den aktuellen Stand finden Sie auf der Seite des britischen Handelsministeriums.