Zoll Aktuell

16.09.2019

Brexit: Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Südafrikanischen Zollunion und Mosambik

Bonn (GTAI) - Das Vereinigte Königreich (VK) sowie die Südafrikanische Zollunion und Mosambik (SACU + M) haben sich auf den Abschluss eines Wirtschaftspartnerschaftsabkommen geeinigt. Das Abkommen ermöglicht die Fortführung der Handelsbeziehungen zwischen den Vertragspartnern nach Ausritt des VK aus der Europäischen Union (EU). Unternehmen aus dem VK können sodann weiterhin unter Vorzugsbedingungen mit Südafrika, Botswana, Lesotho, Namibia, Eswatini und Mosambik handeln.

Die Handelsgespräche sind abgeschlossen und das Abkommen wird derzeit einer abschließenden Überprüfung unterzogen. Nach Abschluss der Überprüfung kann es sodann förmlich unterzeichnet werden und in Kraft treten. Die Vertragsparteien vereinbarten, dass bis zur Ratifizierung in jedem Land eine unverbindliche Absichtserklärung gelten soll, die als Grundlage für die vorläufige Anwendung der Auswirkungen des EU-SADC-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen dienen soll.

Wann tritt das Abkommen in Kraft?

Sollte es zu einem EU-Austritt ohne Austrittsabkommen (No-Deal-Brexit) kommen, tritt das Abkommen unmittelbar in Kraft. Sobald das VK als Nicht-EU-Mitgliedsstaat gilt, basiert der Handel in wesentlichen Teilen auf dem Wirtschaftspartnerschaftsabkommen.

Kommt es jedoch zu einem Austritt mit Austrittsabkommen, tritt das Abkommen erst nach Abschluss der Übergangsphase in Kraft. Während der Übergangsphase soll das VK weiterhin als EU-Mitglied gelten und die Vorteile der multilateralen Abkommen der EU genießen.

Mitteilung der Southern African Customs Union

Einen Übersichtüber den aktuellen Stand finden Sie auf der Seite des britischen Handelsministeriums: Department of International Trade