Zoll Aktuell

24.01.2018

EU-Chile – Modernisierung des bestehenden Assoziierungsabkommen

EU veröffentlicht Verhandlungsmandat

Bonn (GTAI) – Am 16. November 2017 begannen die Verhandlungen zwischen Vertretern der Europäischen Kommission und Chile über eine Modernisierung des bestehenden Assoziierungsabkommens. Das Verhandlungsmandat, auf deren Basis die Europäische Kommission im Namen ihrer Mitgliedstaaten mit Chile verhandelt, wurde nun veröffentlicht.

Das Assoziierungsabkommen wurde 2002 unterzeichnet und 2005 umgesetzt. Die neuen Verhandlungen betreffen im Bereich Handel vor allem Bestimmungen über Investitionen, nichttarifäre Handelshemmnisse, Rechte des geistigen Eigentums sowie geografische Angaben und nachhaltige Entwicklung.

Im Bereich Handel möchte die Europäische Union unter anderem folgende Ziele erreichen:

  • Die vollständige Abschaffung von Zöllen, wobei sensible Produkte gesondert berücksichtig werden sollen, zum Beispiel über längere Zeiträume für den Zollabbau oder Quoten insbesondere für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

  • Überarbeitung der Ursprungsregelungen, um sie einfacher handhabbar zu machen.

  • Verbesserte Zusammenarbeit der Zollbehörden, beispielsweise über die gegenseitige Anerkennung des Risikomanagements, Sicherheitskontrollen, etc.

  • Verringerung der nicht-tarifären Handelshemmnisse, zum Beispiel durch  die Anwendung internationaler Standards, um Komptabilität technischer Produktvorschriften und -standards sicherzustellen.

Es ist das erste Mal, dass ein solches Verhandlungsmandat veröffentlicht wird.
Es kann unter folgendem Link abgerufen werden:
Mandat Assoziierungsabkommen EU-Chile