Zoll Aktuell

17.07.2018

EU-Japan – Freihandelsabkommen unterzeichnet

Bonn (GTAI) – Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan wurde am 17.7. in Tokyo unterzeichnet. Das Abkommen bringt EU-Agrarwaren einen erleichterten Zugang zum japanischen Markt. Für ca. 200 Waren wurde ein Schutz der geographischen Herkunftsbezeichnung vereinbart. Die meisten gewerblichen Waren sind in Japan bereits tariflich zollfrei so dass ein Zollabbau hier nicht zu verhandeln war. Im Gegenzug werden die Zölle der EU für japanische Waren ebenfalls schrittweise abgebaut. Für Pkw beispielsweise innerhalb von 8 Jahren ab Inkrafttreten. Details ergeben sich aus dem Abbauplan der EU und aus dem Abbauplan Japans.

Im Bereich der Nichttarifären Handelshemmnisse wurde vereinbart, die technischen Standards bei Kraftfahrzeugen anzugleichen. Damit genügt künftig eine Typzulassung. Diese wird dann auch in Japan anerkannt und umgekehrt. Für Chemikalien, Arzneimittel und Textilien wurden ähnliche Vereinbarungen getroffen. Im Dienstleistungssektor wurden die Märkte für Finanzdienstleistungen, E-Commerce und Telekommunikation geöffnet.

Mit dem Inkrafttreten des Abkommens wird im Frühjahr 2019 gerechnet. Zuvor müssen noch das Europäische Parlament und die japanische Nationalversammlung zustimmen.

Siehe auch Meldung vom 11.12.2017.

Quelle: Presseerklärung der EU-Kommission

Text des Abkommens