Zoll Aktuell

09.07.2019

Europäische Kommission veröffentlicht Bericht über Handels- und Investitionshemmnisse der Europäischen Union im Jahr 2018

Bonn (GTAI) – Am 17. Juni 2019 hat die Europäische Kommission den jährlichen Bericht über Handels- und Investitionshemmnisse der EU veröffentlicht. Dabei bezieht sich der aktuelle Bericht auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018.

Das Berichtsjahr 2018 weist 45 neue Hemmnisse aus 23 Drittländern auf, wobei die folgenden Länder den Handel am stärksten beeinflusst haben:

  • China: 4 neue Hemmnisse betreffen Handelsströme von mindestens 24,7 Mrd. Euro,

  • USA: 4 neue Hemmnisse betreffen Handelsströme von mindestens 6,8 Mrd. Euro,

  • Indien: 5 neue Hemmnisse betreffen Handelsströme von mindestens 6,5 Mrd. Euro,

  • Algerien: 5 neue Hemmnisse betreffen Handelsströme von mindestens 2,7 Mrd. Euro.

2018 wurden rund 1/3 weniger Handelshemmnisse erlassen als ein Jahr zuvor, jedoch betrafen diese Hemmnisse einen weitaus höheren Handelswert (2017: 23,1 Mrd. Euro und 2018: 51,4 Mrd. Euro).

Trotz zunehmender Handels- und Investitionshemmnisse ist die EU ebenfalls bemüht, diese wieder abzubauen. Seit 2015 wurden bereits 123 Hemmnisse erfolgreich abgebaut, wovon 35 Hemmnisse vollständig oder anteilig im Jahr 2018 abgebaut werden konnten. Der Abbau von Handels- und Investitionshemmnissen zwischen 2014 und 2017 wirkte sich im Jahr 2018 für die Unternehmen der EU mit einem zusätzlichen Exportvolumen von mindestens 6,1 Mrd. Euro aus. Ein Jahr zuvor waren dies nur 4,8 Mrd. Euro.

Die Europäische Kommission stellt aufgrund des steigenden Protektionismus noch einmal den Abbau von Hemmnissen in den Vordergrund, um somit die EU zu stärken. Ein barrierefreier Handel ermöglicht neben Wachstum, auch Wettbewerbsfähigkeit und Vorteile für Unternehmen und Städte.

Den vollständigen Bericht der Europäischen Kommission können Sie hier abrufen.