Zoll Aktuell

16.01.2015

GCC - Anwendung des Freihandelsabkommens mit Singapur seit 1.1.2015 / Von Henry Malik El-Tamer

Bonn (gtai) – Seit 1.1.2015 wird das zwischen Singapur und dem Golfkooperationsrat (Gulf Cooperation Council - GCC) geschlossene Freihandelsabkommen auch von den Ländern des GCC angewendet.

Singapur und die Länder des Golfkooperationsrates (Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman) haben im November 2006 entsprechende Verhandlungen aufgenommen. Am 15.12.2008 wurde das Abkommen unterschrieben und trat am 1.9.2013 in Kraft. Singapur wendet das Abkommen seither an. Die sofortige Anwendung durch die GCC-Staaten scheiterte bisher an dort noch nicht umgesetzten Verfahrensvorschriften.

Das Abkommen sieht vor, dass mit dem Inkrafttreten 93.9% aller Waren mit singapurischem Ursprung zollfrei in die Länder des GCC exportiert werden können. Singapur gewährt ab Inkrafttreten Zollfreiheit für alle GCC-Ursprungswaren.

Über dem Warenhandel hinaus enthält das Abkommen auch Regelungen zu Dienstleistungen, Investitionen, das öffentliche Beschaffungswesen, E-Commerce und die wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Ahmed Musabih - Direktor der Zollbehörde von Dubai - sagte, dass das Abkommen „ein wichtiger Meilenstein in der Stärkung und Förderung des Handels zwischen den GCC-Ländern und Singapur“ sei. Die Dubai Zollbehörde sei entschlossen „den bilateralen Handel zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur durch die komplette Zollbefreiung auf beidseitiger Ebene zu fördern. In Dubai können singapurische Ursprungswaren seit 1.1.2015 an allen See-, Flug,- und Landhäfen zollfrei eingeführt werden.“

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