Zoll Aktuell

05.02.2015

Ghana - Elektronische Voranmeldung für Seefrachtsendungen ab März 2015

Bonn (gtai) – Ghana führt zum 1. März 2015 ein verpflichtendes Verfahren zur Voranmeldung von Seefrachtsendungen ein, das sogenannte Advance Shipment Information (ASHI) System. 

ASHI liefert der zuständigen Behörde, der Ghana ShippersAuthority GSA, notwendige Informationen über die Warensendungen vor Ankunft im ghanaischen Seehafen. Mit diesem Verfahren werden Bestimmungen der Ghana ShippersAuthority Regulations L.I. 2190 aus 2012 umgesetzt. 

Die durch ASHI vorab übermittelten Daten ermöglichen eine frühzeitige Risikoanalyse und Sendungsverfolgung. Das neue Voranmeldeverfahren soll die Zollabfertigung vereinfachen und beschleunigen, mit erheblichen Einsparungen bei Liegegeldern und sonstigen Hafengebühren. 

Die Ghana ShippersAuthority hat auf ihrer Internetseite einen Informationsflyer zum ASHI Verfahren veröffentlicht. Demzufolge muss sich der Versender/Frachtführer zuerst bei dem belgischen Unternehmen Antaser Afrique BVBA registrieren, um dort das erforderliche ASHI-Dokument beantragen zu können. Folgende Unterlagen sind in elektronischer Form zusammen mit dem Antrag in Kopie einzureichen: Frachtrechnung, Handelsrechnung, Ausfuhranmeldung, Packliste und Frachtbrief. 

Für jeden einzelnen Frachtbrief (bill of lading) mit Datum ab 1.3.2015 muss ein gesondertes ASHI-Dokument erstellt werden. Dies gilt Antaser zufolge auch für Transitwaren. Ohne dieses bereits im Verladehafen des Exportlandes validierte Dokument kann keine Zollabfertigung in Ghana erfolgen.

Auf der Internetplattform von Antaser sind zu Ghana bislang noch keine Detailinformationen zur Voranmeldung von Einfuhrsendungen eingestellt.

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Andrea Mack

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